Kfz Unternehmensberatung Dortmund – eine volle Werkstatt ist noch kein erfolgreiches Unternehmen
Der Terminkalender ist voll.
Die Mitarbeiter haben mehr als genug zu tun.
Und trotzdem bleibt am Monatsende weniger übrig, als angesichts der Auslastung eigentlich übrig bleiben müsste.
Kfz Unternehmensberatung in Dortmund: Wo entsteht der wirtschaftliche Erfolg?
In Gesprächen mit Werkstattinhabern höre ich häufig einen Satz:
„Eigentlich können wir uns über die Auftragslage nicht beschweren.“
Das ist zunächst eine gute Nachricht.
Aber für mich beginnt genau an dieser Stelle die eigentliche Analyse.
Denn Auslastung und wirtschaftlicher Erfolg sind zwei unterschiedliche Dinge.
Wie viele der verfügbaren Arbeitsstunden werden tatsächlich verkauft?
Wie hoch ist der Ertrag pro Auftrag?
Wie viel Zeit verlieren Mitarbeiter durch fehlende Ersatzteile, Rückfragen oder schlecht vorbereitete Arbeitsaufträge?
Welche Leistungen sind besonders profitabel?
Welche Kundengruppen passen zum Betrieb?
Und wo soll das Unternehmen in fünf Jahren stehen?
Genau diese Fragen gehören für mich zu einer professionellen Kfz Unternehmensberatung in Dortmund.
Ich möchte nicht nur wissen, ob eine Werkstatt viel Arbeit hat.
Ich möchte wissen, ob aus dieser Arbeit ein wirtschaftlich starkes Unternehmen entsteht.
Die verlorenen Minuten stehen in keiner BWA
Vor einiger Zeit habe ich in einem Beratungsprojekt die Abläufe einer freien Werkstatt genauer untersucht.
Die Auftragslage war gut.
Auf dem Hof standen ausreichend Fahrzeuge und nahezu alle Hebebühnen waren belegt.
Auf den ersten Blick gab es kein Produktivitätsproblem.
Dann haben wir den Arbeitstag genauer betrachtet.
Ein Mitarbeiter wartete auf ein Ersatzteil.
Bei einem zweiten Auftrag fehlte eine Information.
Ein Mechaniker musste seine Arbeit unterbrechen, weil zunächst eine Kundenfreigabe eingeholt werden musste.
Ein fertiggestelltes Fahrzeug blockierte noch einen Arbeitsplatz.
Und zwischendurch entstanden immer wieder Rückfragen beim Werkstattinhaber.
Keine dieser Situationen war dramatisch.
Genau darin lag das Problem.
Denn zehn Minuten hier und fünfzehn Minuten dort fallen im Tagesgeschäft kaum auf.
Über Wochen und Monate summieren sie sich jedoch.
Nehmen wir beispielsweise nur 15 Minuten vermeidbare Wartezeit pro produktivem Mitarbeiter und Tag.
Bei sechs Mitarbeitern entstehen daraus täglich 90 Minuten. Bei 220 Arbeitstagen sind das bereits 330 Stunden im Jahr.
Natürlich lässt sich nicht jede Minute davon in fakturierbaren Umsatz verwandeln.
Die Größenordnung zeigt aber, warum Prozessoptimierung für mich ein wichtiges Beratungsfeld ist.
Dabei möchte ich ausdrücklich nicht, dass Mitarbeiter schneller arbeiten.
Ich möchte verhindern, dass gute Mitarbeiter unnötig warten müssen.
Gute Prozesse beginnen vor der Hebebühne
Deshalb betrachte ich nicht nur die eigentliche Reparatur.
Mich interessieren die Schnittstellen.
Terminvereinbarung.
Fahrzeugannahme.
Arbeitsvorbereitung.
Teilebestellung.
Auftragssteuerung.
Kommunikation mit dem Kunden.
Qualitätskontrolle.
Fahrzeugübergabe.
Rechnungsstellung.
Je besser diese Bereiche zusammenspielen, desto einfacher kann der produktive Mitarbeiter seine eigentliche Aufgabe erfüllen.
Genau das ist für mich gute Prozessoptimierung:
Nicht mehr Bürokratie.
Sondern weniger Hindernisse.
Was soll aus Ihrer Werkstatt werden?
Mein zweites Beratungsbeispiel begann mit einer vollkommen anderen Fragestellung.
Der Werkstattinhaber hatte verschiedene Ideen.
Er wollte zusätzliche Gewerbekunden gewinnen.
Gleichzeitig dachte er über weitere Mitarbeiter nach.
Eine Erweiterung des Leistungsangebotes war ebenfalls möglich.
Und mittelfristig hätte sogar eine räumliche Expansion infrage kommen können.
Jede einzelne Idee klang vernünftig.
Aber alles gleichzeitig umzusetzen wäre keine Strategie gewesen.
Deshalb haben wir im Rahmen der Strategieentwicklung zunächst ein Zielbild geschaffen.
Wo soll das Unternehmen in fünf Jahren stehen?
Welche Kundengruppen möchten wir betreuen?
Welche Leistungen sollen besonders entwickelt werden?
Welche wirtschaftlichen Ziele sollen erreicht werden?
Welche Mitarbeiter benötigen wir dafür?
Welche Investitionen sind notwendig?
Und welche Ideen verfolgen wir bewusst zunächst nicht?
Gerade die letzte Frage halte ich für wichtig.
Eine Strategie besteht nicht nur aus Entscheidungen für etwas. Sie besteht auch aus Entscheidungen gegen etwas.
Denn Geld, Mitarbeiter und die Zeit des Unternehmers sind begrenzt.
Diese Ressourcen sollten dort eingesetzt werden, wo sie den größten wirtschaftlichen Nutzen erzeugen.
Dortmund bietet einen großen und vielfältigen Kfz-Markt
Dortmund ist mit mehr als 600.000 Einwohnern eine der größten Städte Nordrhein-Westfalens und das wirtschaftliche Zentrum des östlichen Ruhrgebiets.
Die Stadt hat in den vergangenen Jahrzehnten einen erheblichen Strukturwandel durchlaufen.
Neben traditionellen Industrieunternehmen prägen heute unter anderem Logistik, Informationstechnologie, Produktions- und Mikrotechnologie sowie Wissenschaft und Forschung den Standort.
Für eine freie Werkstatt bedeutet diese Wirtschaftsstruktur unterschiedliche potenzielle Zielgruppen.
Privatkunden.
Pendler.
Handwerksunternehmen.
Dienstleister.
Firmenwagenfahrer.
Kleine und mittlere Flotten.
Transporter und andere gewerblich eingesetzte Fahrzeuge.
Hinzu kommt die zentrale Lage im Ruhrgebiet.
Bochum, Castrop-Rauxel, Lünen, Unna, Schwerte, Witten und weitere Städte liegen im unmittelbaren regionalen Umfeld.
Für eine Kfz Unternehmensberatung in Dortmund reicht es deshalb nicht, ausschließlich auf den eigenen Stadtteil zu schauen.
Der tatsächliche Werkstattmarkt kann wesentlich größer sein.
Ein großer Markt bedeutet auch großen Wettbewerb
Das ist die andere Seite.
Ein Dortmunder Autofahrer besitzt eine erhebliche Auswahl an Werkstätten.
Freie Betriebe konkurrieren mit Autohäusern, Werkstattketten, Systembetrieben und anderen unabhängigen Werkstätten.
Deshalb stelle ich einem Werkstattinhaber gerne eine einfache Frage:
Warum sollte ein Kunde ausgerechnet zu Ihnen kommen?
„Wir reparieren alle Marken“ reicht mir als Antwort nicht.
Das können viele freie Werkstätten.
Vielleicht besitzt der Betrieb eine besondere technische Kompetenz.
Vielleicht ist die persönliche Betreuung außergewöhnlich gut.
Möglicherweise bietet die Werkstatt besonders schnelle Lösungen für Gewerbekunden.
Oder sie hat sich über Jahrzehnte einen hervorragenden Ruf in einem bestimmten Stadtteil aufgebaut.
Solche Stärken müssen erkannt und konsequent entwickelt werden.
Denn Strategie bedeutet für mich auch Positionierung.
Nicht jeder Gewerbekunde ist ein guter Gewerbekunde
Aufgrund der Größe und Wirtschaftsstruktur Dortmunds würde ich bei einer Unternehmensanalyse auch das Potenzial gewerblicher Kunden betrachten.
Gerade Handwerker und Dienstleistungsunternehmen sind auf ihre Fahrzeuge angewiesen.
Ein Transporter verdient nur Geld, wenn er fährt.
Kurze Standzeiten, verbindliche Termine und vorausschauende Wartung können deshalb für Gewerbekunden einen erheblichen Wert besitzen.
Das kann für freie Werkstätten attraktiv sein.
Aber ich warne vor einer einfachen Gleichung:
Mehr Flottenfahrzeuge = mehr Gewinn.
Das stimmt nicht automatisch.
Gewerbekunden verhandeln häufig Konditionen.
Sie erwarten möglicherweise Hol- und Bringdienste oder Ersatzmobilität.
Hinzu kommen Zahlungsziele und administrativer Aufwand.
Deshalb muss eine Werkstatt genau kalkulieren.
Nicht der größte Kunde ist automatisch der beste Kunde.
Entscheidend ist der wirtschaftliche Beitrag.
Welche Fahrzeuge stehen 2030 auf Ihren Hebebühnen?
Diese Frage gehört für mich zwingend zur Strategieentwicklung.
Der Fahrzeugbestand verändert sich.
Elektrofahrzeuge und Hybridmodelle werden häufiger.
Fahrerassistenzsysteme verändern Reparatur- und Diagnoseprozesse.
Software gewinnt im Fahrzeug an Bedeutung.
Gleichzeitig bleiben Millionen konventionell angetriebener Fahrzeuge noch viele Jahre im Bestand.
Bei solchen Fragestellungen nutze ich unter anderem die umfangreichen Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes. Dort lassen sich Entwicklungen bei Fahrzeugbestand, Neuzulassungen und Antriebsarten nachvollziehen, die ich bei langfristigen strategischen Überlegungen berücksichtige.
Für mich folgt daraus aber nicht, dass eine Werkstatt sofort in jede neue Technologie investieren muss.
Ich möchte wissen:
Welche Fahrzeuge betreut der Betrieb heute?
Wie verändert sich dieser Kundenbestand?
Welche Qualifikationen besitzen die Mitarbeiter?
Welche Investitionen werden tatsächlich benötigt?
Und wann verdienen diese Investitionen ihr Geld zurück?
Technischer Fortschritt muss in einer Werkstatt immer auch wirtschaftlich gedacht werden.
Das regionale Kfz-Handwerk gehört für mich zum Gesamtbild
Dortmund besitzt eine starke und traditionsreiche Struktur des Kraftfahrzeughandwerks.
Die Kraftfahrzeug-Innung Dortmund und Lünen ist dabei ein wichtiger Ansprechpartner für die regionalen Kfz-Betriebe und beschäftigt sich unter anderem mit Aus- und Weiterbildung, technischen Themen und den Interessen des örtlichen Kraftfahrzeuggewerbes.
Für mich sind solche Branchenstrukturen wichtig.
Denn freie Werkstätten agieren nicht in einem isolierten Markt.
Gesetzliche Veränderungen, technische Entwicklungen, Fachkräftesituation und Veränderungen des Fahrzeugbestandes betreffen letztlich die gesamte Branche.
Als Unternehmensberater betrachte ich diese übergeordneten Entwicklungen.
Die entscheidenden Antworten suche ich jedoch immer im einzelnen Unternehmen.
Braucht eine volle Werkstatt wirklich mehr Kunden?
Diese Frage stelle ich bewusst.
Wenn eine Werkstatt bereits zwei oder drei Wochen im Voraus ausgebucht ist, würde ich nicht automatisch mehr Geld in Kundengewinnung investieren.
Vielleicht liegt der wichtigere Hebel innerhalb des Betriebes.
Können vorhandene Arbeitsstunden produktiver genutzt werden?
Stimmt die Kalkulation?
Wie hoch ist der Teileertrag?
Werden technisch notwendige Zusatzarbeiten konsequent angeboten?
Welche Aufträge sind besonders profitabel?
Und welche Kunden passen wirtschaftlich am besten zur Werkstatt?
Manchmal ist weniger zusätzlicher Umsatz die bessere Strategie.
Wenn dafür der vorhandene Umsatz profitabler wird.
Ich möchte nicht, dass eine Werkstatt einfach mehr arbeitet
Viele Werkstattinhaber arbeiten bereits genug.
Deshalb ist das nicht mein Ziel.
Bei meiner Kfz Unternehmensberatung für Dortmund möchte ich gemeinsam mit dem Unternehmer herausfinden, wo sein Betrieb wirtschaftlich stärker werden kann.
Vielleicht müssen Prozesse verbessert werden.
Vielleicht fehlt eine klare Strategie.
Möglicherweise liegen Potenziale in Einkauf, Verkauf oder Mitarbeiterentwicklung.
Oder der Betrieb steht bereits vor der Frage, ob Expansion, Übernahme oder Unternehmensnachfolge der nächste richtige Schritt ist.
Jede Werkstatt besitzt eine andere Ausgangssituation.
Deshalb gibt es für mich keine Standardlösung.
Mein Ziel bleibt jedoch gleich:
Aus einer technisch guten Werkstatt soll ein wirtschaftlich starkes Unternehmen werden, das nicht nur heute ausgelastet, sondern auch langfristig profitabel und zukunftsfähig ist.
Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Dortmund oder dem östlichen Ruhrgebiet führen und Ihren Betrieb wirtschaftlich und strategisch weiterentwickeln möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

