Kfz Unternehmensberatung Fulda – wenn eine volle Werkstatt nicht genug ist

Auf dem Hof stehen Fahrzeuge. Die Hebebühnen sind belegt. Der Terminkalender ist voll.

Eigentlich müsste das wirtschaftliche Ergebnis hervorragend sein.

Doch genau das ist nicht in jeder gut ausgelasteten Werkstatt der Fall.

Kfz Unternehmensberatung in Fulda: Entscheidend ist, was von der Arbeit übrig bleibt

In Beratungsprojekten begegnet mir häufig eine Situation, die auf den ersten Blick kaum nach einem Problem aussieht.

Die Werkstatt hat ausreichend Kunden. Die Mitarbeiter sind beschäftigt und neue Termine können teilweise erst in einigen Tagen oder Wochen vergeben werden.

Trotzdem ist der Inhaber mit dem wirtschaftlichen Ergebnis nicht zufrieden.

Genau dann möchte ich genauer hinschauen.

Denn eine volle Werkstatt ist für mich noch kein Beweis für ein wirtschaftlich starkes Unternehmen.

Bei einer Kfz Unternehmensberatung in Fulda interessieren mich deshalb nicht nur Umsatz und Auftragslage. Ich möchte verstehen, wie dieser Umsatz entsteht.

Wie viele der vorhandenen Arbeitsstunden werden tatsächlich verkauft? Wie hoch ist der durchschnittliche Auftragswert? Stimmen Stundenverrechnungssätze und Teileertrag? Und wie viel Zeit verlieren Mitarbeiter jeden Tag durch organisatorische Unterbrechungen?

Häufig liegt erhebliches Potenzial bereits innerhalb des bestehenden Unternehmens.

Manchmal fehlen keine Kunden, sondern produktive Stunden

In einem meiner Beratungsprojekte haben wir uns intensiv mit der Prozessoptimierung beschäftigt.

Die Werkstatt war gut ausgelastet. Der Unternehmer hatte deshalb zunächst darüber nachgedacht, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.

Bevor wir über weitere Arbeitsplätze gesprochen haben, haben wir einen normalen Werkstatttag analysiert.

Dabei zeigte sich kein einzelnes großes Problem.

Es waren viele kleine Dinge.

Ein Ersatzteil war noch nicht angekommen. Bei einem Fahrzeug musste eine zusätzliche Arbeit vom Kunden freigegeben werden. Ein Arbeitsauftrag enthielt nicht alle notwendigen Informationen. Ein Mechaniker musste einen Serviceberater suchen. Zwischendurch wurden Fahrzeuge mehrfach umrangiert.

Jede einzelne Unterbrechung kostete vielleicht nur fünf oder zehn Minuten.

Genau darin liegt die Gefahr.

Denn fünf Minuten fallen kaum auf.

Wenn solche Unterbrechungen aber mehrmals täglich bei mehreren produktiven Mitarbeitern auftreten, entsteht über ein Jahr eine erhebliche Größenordnung.

Nehmen wir beispielsweise fünf produktive Mitarbeiter, die pro Arbeitstag jeweils nur 15 Minuten vermeidbare Zeit verlieren. Das sind täglich 75 Minuten und bei 220 Arbeitstagen 275 Stunden pro Jahr.

Natürlich kann nicht jede eingesparte Minute anschließend verkauft werden.

Die Rechnung zeigt aber, warum ich bei der Prozessoptimierung genau hinschaue.

Mein Ziel ist nicht, dass Mechaniker schneller arbeiten. Mein Ziel ist, dass gute Mechaniker weniger Zeit verlieren.

Produktivität beginnt lange vor der eigentlichen Reparatur

Deshalb schaue ich bei einer Werkstatt nicht nur auf das Geschehen an der Hebebühne.

Ein produktiver Arbeitstag beginnt bereits bei der Terminplanung.

Wenn bei der Fahrzeugannahme klar ist, welche Arbeiten durchgeführt werden sollen, notwendige Ersatzteile rechtzeitig bestellt wurden und der Auftrag vollständig vorbereitet ist, kann ein Mechaniker wesentlich effizienter arbeiten.

Genauso wichtig ist die Kommunikation während der Reparatur.

Wird zusätzlicher Reparaturbedarf festgestellt, sollte schnell geklärt werden können, ob der Kunde die Arbeit freigibt. Je länger diese Entscheidung dauert, desto größer ist das Risiko einer Unterbrechung.

Gute Prozesse erzeugen deshalb nicht mehr Hektik.

Nach meiner Erfahrung passiert häufig das Gegenteil.

Eine gut organisierte Werkstatt wirkt ruhiger, obwohl sie produktiver arbeitet.

Der zusätzliche Umsatz steht manchmal bereits auf der Hebebühne

Mein zweites Beratungsbeispiel betrifft die Verkaufsoptimierung.

Auch hier ging es nicht darum, zusätzliche Kunden zu gewinnen.

Die Werkstatt hatte bereits genug Arbeit.

Wir haben stattdessen untersucht, was mit erkanntem Reparaturbedarf geschieht.

Ein Fahrzeug kommt beispielsweise zur Inspektion. Während der Arbeiten stellt der Kfz-Mechatroniker fest, dass die Bremsen wahrscheinlich in einigen Monaten erneuert werden müssen. Gleichzeitig erreichen zwei Reifen langsam ihre Verschleißgrenze.

Der Kunde möchte diese Arbeiten heute noch nicht durchführen lassen.

Das ist vollkommen in Ordnung.

Für mich stellt sich anschließend jedoch die Frage: Was passiert mit dieser Information?

Wird der Reparaturbedarf sauber dokumentiert? Wird ein Angebot erstellt? Wird der Kunde einige Monate später daran erinnert?

Oder verschwindet die Information irgendwo auf dem damaligen Arbeitsauftrag?

Genau hier kann Umsatz verloren gehen.

Nicht weil schlecht verkauft wurde.

Sondern weil gar kein strukturierter Verkaufsprozess vorhanden war.

Verkaufen bedeutet in einer Werkstatt vor allem beraten

Dabei ist mir eine klare Grenze wichtig.

Verkaufsoptimierung bedeutet niemals, einem Kunden unnötige Reparaturen zu verkaufen.

Eine freie Werkstatt lebt von Vertrauen. Dieses Vertrauen darf für kurzfristigen Umsatz niemals gefährdet werden.

Wenn ein tatsächlicher technischer Bedarf besteht, halte ich es jedoch für professionell, diesen verständlich zu erklären.

Der Kunde möchte wissen, was gemacht werden muss, warum die Reparatur notwendig ist, welche Kosten entstehen und ob die Arbeit sofort durchgeführt werden muss oder noch warten kann.

Genau darin sehe ich guten Verkauf im Kfz-Service.

Nicht überreden.

Sondern kompetent beraten.

Kleine Veränderungen können wirtschaftlich erheblich sein

Nehmen wir eine Werkstatt mit durchschnittlich 15 Aufträgen pro Arbeitstag.

Wenn sich der durchschnittliche Auftragswert durch bessere Bedarfserkennung, Dokumentation und Kundenkommunikation lediglich um 20 Euro verbessert, entstehen bei 220 Arbeitstagen rechnerisch 66.000 Euro zusätzlicher Jahresumsatz.

Das ist selbstverständlich nur eine Modellrechnung.

Sie zeigt aber, warum ich vor einer aufwendigen Neukundenkampagne zunächst den vorhandenen Kundenbestand analysieren würde.

Vielleicht benötigt eine gut ausgelastete Werkstatt keine zusätzlichen Kunden.

Vielleicht muss sie die vorhandene Nachfrage wirtschaftlich besser nutzen.

Fulda ist das wirtschaftliche Zentrum Osthessens

Fulda besitzt für einen Werkstattbetrieb interessante Standortbedingungen.

Die Stadt liegt nahezu in der Mitte Deutschlands und zählt zum 30. Juni 2026 insgesamt 70.557 gemeldete Personen. Das Stadtgebiet umfasst 10.405 Hektar beziehungsweise rund 104 Quadratkilometer.

Entscheidend ist für mich aber nicht nur die eigentliche Stadtbevölkerung.

Fulda übernimmt als wirtschaftliches Zentrum Osthessens Funktionen für ein wesentlich größeres regionales Einzugsgebiet. Gemeinden wie Künzell, Petersberg und Eichenzell sind eng mit der Stadt verflochten. Hinzu kommen zahlreiche Pendler aus dem gesamten Landkreis und den angrenzenden Regionen.

Die zentrale Lage Deutschlands und die gute Verkehrsanbindung machen Fulda zudem zu einem interessanten Unternehmensstandort. Auch die Stadt selbst hebt ihre zentrale Lage, gute Erreichbarkeit und dynamische Wirtschaft hervor.

Für eine Kfz Unternehmensberatung in Fulda bedeutet das: Der relevante Werkstattmarkt endet nicht an der Stadtgrenze.

Der tatsächliche Werkstattmarkt muss individuell betrachtet werden

Das gilt besonders für eine Stadt mit einem ausgeprägten regionalen Einzugsgebiet.

Eine Werkstatt kann überwiegend Privatkunden aus dem direkten Umfeld betreuen. Ein anderer Betrieb hat vielleicht einen hohen Anteil an Pendlern. Eine weitere Werkstatt konzentriert sich stärker auf Handwerker, Unternehmen oder kleinere Fahrzeugflotten.

Deshalb möchte ich wissen, woher die Kunden tatsächlich kommen.

Noch wichtiger ist mir die Frage, warum sie kommen.

Ist es die persönliche Betreuung? Eine besondere technische Kompetenz? Gute Erreichbarkeit? Schnelle Terminvergabe? Oder besitzt der Betrieb eine Spezialisierung, für die Kunden einen längeren Anfahrtsweg akzeptieren?

Diese Antworten helfen mir, den tatsächlichen Markt einer Werkstatt zu verstehen.

Eine breit aufgestellte Wirtschaft schafft unterschiedliche Kundengruppen

Auch wirtschaftlich finde ich Fulda interessant.

Die regionale Wirtschaft gilt als breit aufgestellt. Neben Dienstleistungen besitzt das produzierende Gewerbe weiterhin Bedeutung. Die Stadt verfügt zudem über mehrere Gewerbestandorte, darunter die Fulda-Galerie, den Technologiepark und das Gewerbegebiet Lehnerz.

Für freie Werkstätten können daraus interessante gewerbliche Kundengruppen entstehen.

Ein Handwerksunternehmen mit sechs Transportern hat andere Anforderungen als ein Privatkunde.

Fahrzeugausfälle verursachen dort unmittelbar wirtschaftliche Kosten. Verbindliche Termine, kurze Standzeiten und vorausschauende Wartung können deshalb einen besonderen Wert besitzen.

Trotzdem würde ich niemals pauschal empfehlen, möglichst viele Gewerbekunden zu gewinnen.

Ein Flottenkunde kann hohen Umsatz bringen und gleichzeitig durch Rabatte, Ersatzmobilität, Hol- und Bringservice oder längere Zahlungsziele zusätzlichen Aufwand erzeugen.

Auch hier gilt deshalb:

Umsatz ist wichtig. Entscheidend ist der Ertrag.

Der Fahrzeugmarkt verändert sich auch in Osthessen

Neben der regionalen Wirtschaftsstruktur beobachte ich die Veränderungen des deutschen Fahrzeugbestandes.

Elektromobilität, Hybridfahrzeuge, Fahrerassistenzsysteme und komplexere Diagnoseverfahren werden den freien Werkstattmarkt weiter verändern.

Für solche Analysen nutze ich unter anderem die Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Dabei interessiert mich weniger die öffentliche Diskussion darüber, welche Antriebsart irgendwann dominieren könnte.

Mich interessiert, welche Fahrzeuge tatsächlich zugelassen sind und welche davon in den kommenden Jahren in freie Werkstätten kommen.

Denn eine Werkstatt verdient ihr Geld nicht mit Prognosen.

Sie verdient ihr Geld mit den Fahrzeugen, die auf ihren Hebebühnen stehen.

Investitionen müssen zum eigenen Kundenbestand passen

Deshalb würde ich einem Werkstattinhaber nicht empfehlen, jeder technischen Entwicklung sofort mit einer großen Investition zu begegnen.

Zunächst möchte ich den eigenen Fahrzeugbestand der Kunden analysieren.

Welche Marken und Modelle kommen häufig? Wie alt sind die Fahrzeuge? Wie entwickelt sich der Anteil elektrifizierter Antriebe? Welche Arbeiten werden regelmäßig fremdvergeben?

Daraus lässt sich wesentlich besser ableiten, welche Technik und welche Qualifikationen zukünftig benötigt werden.

Eine moderne Maschine kann technisch beeindruckend sein.

Unternehmerisch interessant wird sie erst, wenn sie ausreichend genutzt wird und Geld verdient.

Gute Prozesse werden bei Fachkräftemangel noch wichtiger

Ein weiterer Punkt ist für mich entscheidend.

Wenn qualifizierte Kfz-Mechatroniker schwer zu finden sind, wird die produktive Zeit der vorhandenen Mitarbeiter umso wertvoller.

Dann kann die Antwort auf fehlende Kapazität nicht immer lauten:

„Wir brauchen noch einen Mechaniker.“

Vielleicht besteht ein Teil der Lösung darin, die vorhandenen Mechaniker besser zu unterstützen.

Gute Arbeitsvorbereitung, funktionierende Teilelogistik, klare Kommunikation und eine vernünftige Werkstattsteuerung können dafür sorgen, dass Fachkräfte mehr Zeit mit dem verbringen, wofür sie ausgebildet wurden: Fahrzeuge diagnostizieren, warten und reparieren.

Informationen zu regionalen Branchen-, Ausbildungs- und Weiterbildungsthemen bietet unter anderem die Kreishandwerkerschaft Fulda.

Solche Brancheninformationen liefern mir wichtige Rahmenbedingungen.

Die konkrete Lösung entsteht aber immer im einzelnen Unternehmen.

Muss eine volle Werkstatt überhaupt wachsen?

Diese Frage würde ich einem gut ausgelasteten Werkstattinhaber in Fulda bewusst stellen.

Vielleicht lautet die Antwort ja.

Dann sollten zusätzliche Mitarbeiter, weitere Arbeitsplätze oder sogar eine räumliche Erweiterung geprüft werden.

Vielleicht lautet die Antwort aber auch nein.

Wenn Produktivität, Auftragswert, Teileertrag und Prozesse noch Potenzial besitzen, kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, zunächst die vorhandene Werkstatt zu optimieren.

Denn zusätzliche Kapazität kostet Geld.

Bessere Nutzung bestehender Kapazität kann dagegen unmittelbar die Wirtschaftlichkeit verbessern.

Eine Werkstatt sollte nicht möglichst hektisch, sondern möglichst professionell arbeiten

Genau darin sehe ich meine Aufgabe bei einer Kfz Unternehmensberatung in Fulda.

Ich möchte nicht einfach zusätzliche Maßnahmen in einen ohnehin anspruchsvollen Werkstattalltag bringen.

Ich möchte herausfinden, wo unnötige Reibungsverluste entstehen und welche Veränderungen einen messbaren wirtschaftlichen Nutzen erzeugen.

Vielleicht liegt der größte Hebel in den Prozessen.

Vielleicht werden vorhandene Verkaufspotenziale nicht genutzt.

Möglicherweise stimmen Kalkulation oder Teileertrag nicht.

Oder der Unternehmer muss zunächst entscheiden, wie sich sein Betrieb in den kommenden Jahren entwickeln soll.

Dabei möchte ich bewährte Stärken freier Werkstätten erhalten: persönliche Kundenbeziehungen, handwerkliche Qualität, Verlässlichkeit und Erfahrung.

Diese traditionellen Werte haben freie Werkstätten erfolgreich gemacht.

Heute müssen sie mit professioneller Unternehmensführung verbunden werden.

Mein Ziel ist deshalb nicht, dass in einer Werkstatt noch mehr gearbeitet wird. Mein Ziel ist, dass sich die vorhandene Arbeit wirtschaftlich besser auszahlt.

Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Fulda oder Osthessen führen und Ihren Betrieb wirtschaftlich weiterentwickeln möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

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