Kfz Unternehmensberatung Bonn – gute Entscheidungen brauchen einen Plan
Eine Werkstatt kann heute hervorragend laufen.
Die entscheidende Frage ist, ob sie auch in fünf oder zehn Jahren noch genauso gut funktioniert.
Genau deshalb beginnt Unternehmensberatung für mich nicht erst dann, wenn Probleme entstehen.
Kfz Unternehmensberatung in Bonn: nicht reagieren, sondern gestalten
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem Werkstattinhaber, der mir seine Situation ungefähr so beschrieb:
„Eigentlich läuft es gut. Aber ich weiß nicht, ob wir für die nächsten Jahre richtig aufgestellt sind.“
Ich finde diese Aussage bemerkenswert.
Denn viele unternehmerische Entscheidungen werden erst getroffen, wenn der Handlungsdruck bereits groß ist.
Ein Mitarbeiter kündigt.
Die Werkstattkapazität reicht nicht mehr.
Eine größere Investition wird notwendig.
Die Erträge gehen zurück.
Oder plötzlich steht die Frage im Raum, wer den Betrieb irgendwann übernehmen soll.
Ich halte einen anderen Weg für sinnvoller.
Eine professionelle Kfz Unternehmensberatung in Bonn sollte nicht ausschließlich Probleme lösen. Sie sollte Unternehmer dabei unterstützen, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und daraus Entscheidungen abzuleiten.
Dafür betrachte ich eine Werkstatt als Ganzes: Zahlen, Markt, Mitarbeiter, Kunden, Prozesse, Investitionen und die persönlichen Ziele des Unternehmers.
Denn die beste Strategie nützt wenig, wenn sie nicht zum Unternehmen und zu seinem Inhaber passt.
Strategie beginnt für mich nicht mit einer Maßnahmenliste
In einem meiner Beratungsprojekte wollte ein Werkstattinhaber sein Unternehmen weiterentwickeln.
Es gab viele Möglichkeiten.
Mehr Gewerbekunden gewinnen. Einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen. In neue Technik investieren. Das Leistungsangebot erweitern. Die digitale Sichtbarkeit verbessern.
Alles klang zunächst sinnvoll.
Aber genau darin lag das Problem.
Was davon hatte Priorität?
Deshalb habe ich mit dem Unternehmer zunächst eine Strategieentwicklung durchgeführt.
Wir haben die wirtschaftliche Ausgangssituation betrachtet und anschließend definiert, wo das Unternehmen in einigen Jahren stehen sollte.
Welche Kundengruppen wollen wir stärker erreichen?
Welche Leistungen sind besonders profitabel?
Welche Kompetenzen unterscheiden die Werkstatt von Wettbewerbern?
Welche Investitionen werden tatsächlich benötigt?
Und welche Maßnahmen können warten?
Diese Reihenfolge halte ich für entscheidend.
Ich möchte nicht zuerst Maßnahmen entwickeln und anschließend versuchen, daraus eine Strategie zu machen.
Zuerst kommt das Ziel. Dann kommt der Weg.
Gerade im freien Werkstattmarkt wird das zunehmend wichtig. Elektromobilität, Digitalisierung, Fahrerassistenzsysteme, steigende Personalkosten und Fachkräftemangel verändern die Rahmenbedingungen.
Eine Werkstatt muss nicht auf jede Entwicklung sofort reagieren.
Sie sollte aber wissen, welche Entwicklungen für das eigene Geschäftsmodell relevant sind.
„Was ist meine Werkstatt eigentlich wert?“
Eine völlig andere Frage begegnet mir zunehmend häufiger.
Ein Werkstattinhaber hat seinen Betrieb über Jahrzehnte aufgebaut. Kundenbeziehungen entstanden, Mitarbeiter wurden entwickelt, Gebäude und Werkstattausrüstung finanziert und immer wieder investiert.
Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem sich der Unternehmer fragt:
Wie geht es mit meinem Unternehmen weiter?
In einem Beratungsprojekt stand deshalb die Übernahme beziehungsweise der Verkauf einer Werkstatt im Mittelpunkt.
Dabei wurde schnell deutlich, dass eine Werkstatt nicht erst wenige Monate vor einem geplanten Verkauf auf eine Übergabe vorbereitet werden sollte.
Denn ein potenzieller Nachfolger betrachtet das Unternehmen anders als der bisherige Inhaber.
Wie abhängig ist der Betrieb vom Unternehmer?
Sind die wirtschaftlichen Ergebnisse nachhaltig?
Wie stabil ist der Kundenstamm?
Wie gut sind die Mitarbeiter?
Welche Investitionen stehen bevor?
Sind Prozesse dokumentiert?
Und kann der Betrieb auch ohne den bisherigen Inhaber erfolgreich weiterarbeiten?
Genau diese Fragen beeinflussen aus meiner Sicht die Attraktivität einer Werkstatt erheblich.
Deshalb sollte Unternehmensnachfolge nicht als einzelnes Ereignis verstanden werden.
Eine gute Nachfolge ist ein Prozess.
Je früher ein Werkstattinhaber damit beginnt, desto mehr Möglichkeiten besitzt er, sein Unternehmen auf eine spätere Übergabe vorzubereiten.
Bonn ist mehr als eine Behördenstadt
Bonn wird häufig zuerst mit seiner ehemaligen Funktion als Bundeshauptstadt und seinem heutigen Status als Bundesstadt verbunden. Wirtschaftlich ist die Stadt jedoch wesentlich breiter aufgestellt. Neben Bundesministerien und zahlreichen internationalen Organisationen prägen große Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen, Dienstleister und ein ausgeprägter Mittelstand den Standort.
Mit rund 340.000 Einwohnern gehört Bonn zu den größeren Städten Nordrhein-Westfalens. Besonders interessant ist für mich das regionale Umfeld: Bonn bildet gemeinsam mit dem Rhein-Sieg-Kreis einen eng verflochtenen Wirtschafts- und Lebensraum. Dazu kommen die Nähe zu Köln sowie die Verbindung über die A555 und A59.
Für freie Werkstätten bedeutet dies ein großes potenzielles Einzugsgebiet mit Privatkunden, Unternehmen, Gewerbetreibenden und Fahrzeugflotten.
Gleichzeitig treffen unterschiedliche Kundenstrukturen aufeinander – vom dicht bebauten Stadtgebiet bis zu den umliegenden Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises.
Eine Kfz Unternehmensberatung für Bonn sollte diese regionalen Besonderheiten berücksichtigen.
Der regionale Markt endet nicht an der Stadtgrenze
Gerade bei einer Werkstatt halte ich eine isolierte Betrachtung des eigenen Stadtteils für problematisch.
Ein Autofahrer aus Bonn kann ebenso eine Werkstatt in Bornheim, Alfter, Sankt Augustin oder Königswinter wählen. Umgekehrt können Werkstätten im Bonner Stadtgebiet Kunden aus dem gesamten Umland gewinnen.
Das erweitert den Markt.
Es erweitert aber auch den Wettbewerb.
Für mich gehören deshalb Standort, Wettbewerb und Kundenstruktur zu einer strategischen Unternehmensanalyse.
Gleichzeitig berücksichtige ich überregionale Entwicklungen. Das Kraftfahrt-Bundesamt stellt umfangreiche Daten über Fahrzeugbestände, Neuzulassungen und Antriebsarten zur Verfügung. Solche Informationen können helfen, Entwicklungen im zukünftigen Werkstattmarkt besser einzuordnen.
Auch die regionale Branchenstruktur ist wichtig. Die Kfz-Innung Bonn/Rhein-Sieg vertritt die Interessen ihrer Mitgliedsbetriebe, fördert die fachliche Ausbildung und informiert Betriebe über Entwicklungen im Kfz-Gewerbe.
Was soll aus Ihrem Unternehmen werden?
Diese Frage stelle ich bewusst so offen.
Denn nicht jeder Werkstattinhaber verfolgt dasselbe Ziel.
Der eine möchte wachsen.
Der nächste möchte seinen Ertrag verbessern, ohne zusätzliche Fahrzeuge anzunehmen.
Ein anderer möchte Führungskräfte aufbauen und selbst weniger im Tagesgeschäft arbeiten.
Und ein Unternehmer, der heute 55 oder 60 Jahre alt ist, sollte sich vielleicht bereits mit der Frage beschäftigen, wie sein Lebenswerk eines Tages weitergeführt werden kann.
Meine Aufgabe als Kfz Unternehmensberater besteht deshalb nicht darin, jedem Betrieb dasselbe Konzept vorzulegen.
Ich möchte zuerst verstehen, welches Unternehmen der Inhaber zukünftig führen möchte.
Anschließend lässt sich untersuchen, welche Veränderungen dafür notwendig sind.
Vielleicht braucht es eine neue Strategie.
Vielleicht müssen Prozesse oder Verkauf verbessert werden.
Vielleicht liegen Potenziale im Einkauf oder in der Mitarbeiterentwicklung.
Und manchmal sollte bereits heute damit begonnen werden, eine Werkstatt auf eine spätere Übernahme oder einen Verkauf vorzubereiten.
Gute Unternehmensberatung schafft Klarheit
Nach meiner Erfahrung fehlt es Werkstattinhabern selten an Ideen.
Häufig fehlt schlicht die Zeit, diese Ideen systematisch zu bewerten.
Das Tagesgeschäft gewinnt fast immer.
Genau deshalb sehe ich meine Aufgabe bei einer Kfz Unternehmensberatung in Bonn auch darin, gemeinsam mit dem Unternehmer Abstand vom täglichen Werkstattbetrieb zu gewinnen.
Wo steht das Unternehmen?
Wo soll es hin?
Welche Hindernisse gibt es?
Welche wirtschaftlichen Potenziale bestehen?
Und welche drei oder vier Maßnahmen haben jetzt wirklich Priorität?
Am Ende einer Beratung möchte ich keinen möglichst umfangreichen Maßnahmenkatalog produzieren.
Ich möchte Klarheit schaffen.
Denn ein Unternehmer muss nicht jeden Tag hundert Entscheidungen treffen.
Er muss die wichtigen Entscheidungen richtig treffen.
Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Bonn oder im Rhein-Sieg-Kreis führen und über die weitere Entwicklung Ihres Unternehmens nachdenken, freue ich mich auf den Austausch mit Ihnen.

