Kfz Unternehmensberatung Eschweiler – wie abhängig ist Ihre Werkstatt von Ihnen?

Viele Werkstattinhaber sind morgens die Ersten im Betrieb und abends die Letzten, die gehen.

Sie entscheiden, organisieren, kontrollieren und lösen Probleme.

Doch genau darin kann ein unternehmerisches Risiko liegen: Was funktioniert noch, wenn der Chef einmal nicht da ist?

Kfz Unternehmensberatung in Eschweiler: Eine gute Werkstatt braucht gute Strukturen

In Beratungsprojekten begegnet mir häufig eine Situation, die sich über viele Jahre entwickelt hat.

Der Werkstattinhaber kennt praktisch jeden Stammkunden.

Er weiß, welcher Mitarbeiter welche Arbeit besonders gut erledigt.

Bei schwierigen Diagnosen wird er gefragt.

Reklamationen landen bei ihm.

Bei Preisentscheidungen entscheidet er.

Wenn ein Ersatzteilproblem entsteht, kümmert er sich darum.

Und wenn der Tagesablauf durcheinandergerät, bringt er wieder Ordnung hinein.

Das funktioniert.

Manchmal sogar hervorragend.

Aber ist daraus auch ein Unternehmen entstanden, das unabhängig vom Inhaber funktioniert?

Genau solche Fragen interessieren mich bei einer Kfz Unternehmensberatung in Eschweiler.

Denn für mich besteht zwischen einer guten Werkstatt und einem guten Unternehmen ein wichtiger Unterschied.

Eine gute Werkstatt repariert Fahrzeuge hervorragend.

Ein gutes Unternehmen muss darüber hinaus wirtschaftlich, organisatorisch und personell funktionieren.

Wo verschwinden jeden Tag 10 oder 15 Minuten?

In einem meiner Beratungsprojekte haben wir uns intensiv mit der Prozessoptimierung beschäftigt.

Die Werkstatt war gut ausgelastet.

Die Mitarbeiter arbeiteten engagiert.

Trotzdem war der Inhaber mit der Produktivität nicht vollständig zufrieden.

Also haben wir genauer hingesehen.

Nicht auf die Geschwindigkeit der Mechaniker.

Sondern auf das, was zwischen den einzelnen Arbeiten passierte.

Ein Ersatzteil fehlte.

Ein Auftrag war nicht vollständig vorbereitet.

Bei einem Fahrzeug musste zunächst eine Kundenfreigabe eingeholt werden.

Der nächste Auftrag stand noch nicht auf dem richtigen Arbeitsplatz.

Ein Mitarbeiter benötigte eine Information und suchte den Serviceberater.

Keine dieser Unterbrechungen dauerte besonders lange.

Aber genau darin liegt das Problem.

Nehmen wir nur 15 Minuten vermeidbare Unterbrechung pro produktivem Mitarbeiter und Tag.

Bei fünf Mitarbeitern entstehen täglich 75 Minuten.

Bei angenommenen 220 Arbeitstagen sind das 275 Stunden pro Jahr.

Natürlich lässt sich nicht jede dieser Stunden zusätzlich verkaufen.

Aber die Größenordnung zeigt, warum ich mich intensiv mit Prozessen beschäftige.

Ich möchte nicht, dass Mechaniker schneller arbeiten. Ich möchte, dass sie weniger Zeit verlieren.

Prozessoptimierung beginnt morgens vor der ersten Reparatur

Deshalb schaue ich mir nicht nur die Hebebühnen an.

Mich interessiert der gesamte Ablauf.

Terminvereinbarung.

Fahrzeugannahme.

Arbeitsvorbereitung.

Teilebestellung.

Werkstattsteuerung.

Freigabe zusätzlicher Arbeiten.

Qualitätskontrolle.

Rechnungsstellung.

Fahrzeugübergabe.

Wenn diese Bereiche gut ineinandergreifen, entsteht Produktivität.

Das Interessante daran:

Eine produktive Werkstatt muss nicht hektisch wirken.

Häufig erlebe ich sogar das Gegenteil.

Wo Prozesse funktionieren, entsteht mehr Ruhe.

Mitarbeiter wissen, was als Nächstes zu tun ist.

Teile sind vorhanden.

Arbeitsaufträge sind vorbereitet.

Entscheidungswege sind klar.

Für mich ist genau das professionelle Organisation.

„Ich möchte meine Werkstatt irgendwann verkaufen“

Mein zweites Beratungsbeispiel beginnt mit einem Satz, den ich zunehmend häufiger höre.

Ein Werkstattinhaber sagte mir sinngemäß:

„In einigen Jahren möchte ich aufhören. Bis dahin läuft der Betrieb einfach weiter.“

Genau darüber haben wir gesprochen.

Denn eine Übernahme oder der Verkauf einer Werkstatt sollte meiner Ansicht nach nicht erst wenige Monate vor dem geplanten Ruhestand vorbereitet werden.

Wir haben uns deshalb angesehen, wie das Unternehmen heute aufgestellt ist.

Wie abhängig ist die Werkstatt vom Inhaber?

Wie stabil ist die zweite Führungsebene?

Wie entwickeln sich Umsatz und Ertrag?

Wie modern ist die technische Ausstattung?

Wie gut sind Prozesse dokumentiert?

Welche Mitarbeiter sind für den Betrieb besonders wichtig?

Wie attraktiv ist der Kundenbestand?

Und welche Investitionen werden in den nächsten Jahren notwendig?

Dabei wurde schnell deutlich:

Eine Werkstatt wird nicht erst am Tag des Verkaufs verkaufsfähig.

Verkaufsfähigkeit entsteht über Jahre.

Ein Käufer übernimmt kein Lebenswerk – er übernimmt zukünftige Erträge

Das klingt zunächst nüchtern.

Aber genau so muss ein potenzieller Käufer denken.

Der bisherige Inhaber verbindet mit seiner Werkstatt vielleicht 20, 30 oder 40 Jahre seines Lebens.

Das respektiere ich ausdrücklich.

Der Käufer betrachtet jedoch zusätzlich andere Dinge.

Welche Erträge kann das Unternehmen zukünftig erwirtschaften?

Welche Risiken übernimmt er?

Wie abhängig ist der Kundenstamm vom bisherigen Inhaber?

Bleiben die Mitarbeiter?

Welche Investitionen kommen auf ihn zu?

Und kann der Betrieb ohne den bisherigen Chef weitergeführt werden?

Deshalb können Prozessoptimierung und Nachfolgeplanung unmittelbar zusammenhängen.

Je strukturierter ein Unternehmen funktioniert, desto einfacher lässt es sich übertragen.

Eschweiler liegt in einem interessanten Wirtschaftsraum

Eschweiler zählt rund 58.500 Einwohner und liegt am Nordrand der Eifel im Herzen der StädteRegion Aachen. Gleichzeitig gehört die Stadt zur Euregio Maas-Rhein und befindet sich damit in einem grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum mit Belgien und den Niederlanden.

Die wirtschaftliche Geschichte wurde stark durch Bergbau, Energiewirtschaft und metallverarbeitende Industrie geprägt. Heute befindet sich Eschweiler mitten im Strukturwandel. Mittelständische Unternehmen, Logistik, Handwerk und Dienstleistungen haben an Bedeutung gewonnen. Neue Gewerbeansiedlungen profitieren unter anderem von der Lage zwischen A4 und A44.

Für freie Werkstätten ist auch die Verkehrslage interessant.

Aachen, Stolberg, Alsdorf, Würselen und Düren liegen im näheren Umfeld. Über die A4 besteht zudem eine direkte Verbindung in Richtung Köln.

Das tatsächliche Einzugsgebiet einer Kfz Unternehmensberatung in Eschweiler beziehungsweise einer dort ansässigen Werkstatt endet deshalb nicht zwangsläufig an der Stadtgrenze.

Das Auto besitzt in Eschweiler eine hohe Bedeutung

Auch die Mobilitätsstruktur ist interessant.

Eine städtische Untersuchung wies für Eschweiler bereits für 2017 einen Bestand von 30.520 Pkw aus. Das entsprach damals 543 Pkw je 1.000 Einwohner.

Seitdem hat sich der Fahrzeugmarkt weiter verändert.

Elektrofahrzeuge und Hybridmodelle gewinnen an Bedeutung.

Fahrerassistenzsysteme erhöhen die Anforderungen an Diagnose und Kalibrierung.

Software wird im Fahrzeug wichtiger.

Gleichzeitig bleiben konventionell angetriebene Fahrzeuge noch viele Jahre ein wesentlicher Bestandteil des Werkstattmarktes.

Für aktuelle und langfristige Marktanalysen nutze ich deshalb unter anderem die Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Ich möchte technische Entwicklungen anhand tatsächlicher Fahrzeugdaten beurteilen.

Nicht anhand von Schlagzeilen.

Welche Investition braucht eine Werkstatt wirklich?

Diese Frage wird gerade im Zusammenhang mit Nachfolge wichtig.

Stellen wir uns einen Werkstattinhaber vor, der seinen Betrieb in fünf Jahren verkaufen möchte.

Soll er heute noch investieren?

Meine Antwort lautet:

Das kommt darauf an.

Eine Investition kann den Betrieb technisch zukunftsfähiger und damit für einen Nachfolger attraktiver machen.

Eine falsche Investition kann dagegen Kapital binden, ohne den Unternehmenswert entsprechend zu erhöhen.

Deshalb möchte ich wissen:

Welche Fahrzeuge betreut die Werkstatt?

Wie entwickelt sich dieser Bestand?

Welche Leistungen sollen zukünftig angeboten werden?

Welche Qualifikationen besitzen die Mitarbeiter?

Und wie lange soll der heutige Inhaber das Unternehmen noch führen?

Erst dann lässt sich eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung treffen.

Der regionale Werkstattmarkt ist gut organisiert

Auch die regionale Branchenstruktur gehört für mich zum Gesamtbild.

Die Kfz-Innung der Kreishandwerkerschaft Aachen vertritt das regionale Kraftfahrzeughandwerk. Nach aktuellen Angaben umfasst die dort aufgeführte Betriebsstruktur 135 Unternehmen.

Solche Organisationen sind wichtige Ansprechpartner für das Handwerk, insbesondere bei Branchenfragen, Ausbildung und Weiterbildung.

Für meine Beratung liefern Verbandsinformationen und Marktdaten einen wichtigen äußeren Rahmen.

Die entscheidenden Antworten finde ich allerdings immer im einzelnen Unternehmen.

Denn zwei Werkstätten in Eschweiler können trotz identischem Markt vollkommen unterschiedlich aufgestellt sein.

Würde Ihre Werkstatt vier Wochen ohne Sie funktionieren?

Ich halte diese Frage für einen interessanten Test.

Nicht vier Stunden.

Nicht einen Tag.

Vier Wochen.

Wer entscheidet bei Kundenproblemen?

Wer steuert die Werkstatt?

Wer kontrolliert die Zahlen?

Wer spricht mit wichtigen Lieferanten?

Wer führt die Mitarbeiter?

Wer entscheidet über Preise?

Und wer greift ein, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert?

Wenn die Antwort auf fast jede Frage lautet:

„Das mache ich selbst“,

dann würde ich mir die Organisation genauer ansehen.

Nicht nur wegen der persönlichen Belastung des Inhabers.

Sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen.

Ein Unternehmen, das ohne seinen Inhaber funktioniert, besitzt eine andere Qualität als ein Betrieb, der vollständig von ihm abhängig ist.

Das wird spätestens bei einer Nachfolge sichtbar.

Gute Nachfolge beginnt Jahre vor dem Verkauf

Deshalb würde ich einem Werkstattinhaber, der mit 60 oder 62 Jahren verkaufen möchte, nicht empfehlen, erst kurz vor dem geplanten Übergang über das Thema nachzudenken.

Die Jahre davor können genutzt werden.

Prozesse verbessern.

Mitarbeiter entwickeln.

Verantwortung übertragen.

Ertragskraft stabilisieren.

Investitionen gezielt planen.

Kundenstrukturen analysieren.

Und die Abhängigkeit vom Inhaber schrittweise reduzieren.

Damit verbessert sich nicht nur die spätere Verkaufsfähigkeit.

Häufig verbessert sich bereits während dieser Jahre die Lebensqualität des Unternehmers.

Denn er muss nicht mehr jede operative Entscheidung selbst treffen.

Strukturwandel betrifft auch den Werkstattmarkt

Eschweiler befindet sich selbst in einer Phase erheblicher wirtschaftlicher Veränderung.

Das absehbare Ende der Braunkohleverstromung im Kraftwerk Weisweiler ist ein Teil dieses Strukturwandels. Gleichzeitig entwickelt die Stadt neue Gewerbe- und Wirtschaftsflächen. In der Erweiterung des Industrie- und Gewerbeparks haben sich beispielsweise mehr als 30 Unternehmen mit rund 1.300 Beschäftigten angesiedelt.

Solche Veränderungen finde ich auch für den regionalen Werkstattmarkt interessant.

Neue Unternehmen bedeuten neue Beschäftigte.

Handwerks- und Logistikbetriebe benötigen Fahrzeuge.

Pendler benötigen Mobilität.

Und veränderte Wirtschaftsstrukturen können neue Kundengruppen hervorbringen.

Eine Werkstatt sollte deshalb nicht nur darauf schauen, wie ihr Markt gestern ausgesehen hat.

Sie sollte überlegen, wie er morgen aussehen könnte.

Mein Ziel ist nicht, dass der Inhaber noch mehr arbeitet

Viele Werkstattinhaber arbeiten bereits mehr als genug.

Deshalb möchte ich bei meiner Kfz Unternehmensberatung für Eschweiler zunächst herausfinden, wo das Unternehmen wirtschaftlich und organisatorisch stärker werden kann.

Vielleicht müssen Prozesse verbessert werden.

Vielleicht sollten Mitarbeiter zusätzliche Verantwortung übernehmen.

Möglicherweise muss die Ertragskraft vor einer geplanten Nachfolge verbessert werden.

Oder ein Unternehmer möchte wissen, welche Schritte notwendig sind, damit sein Betrieb in einigen Jahren für einen Nachfolger oder Käufer interessant wird.

Jede Ausgangssituation ist anders.

Deshalb gibt es für mich keine Standardlösung.

Aber ein Grundsatz bleibt:

Eine gute Werkstatt sollte nicht nur dann funktionieren, wenn der Inhaber jeden Tag persönlich alle Fäden in der Hand hält.

Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Eschweiler oder der StädteRegion Aachen führen und Ihren Betrieb wirtschaftlich, organisatorisch oder im Hinblick auf eine spätere Nachfolge weiterentwickeln möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.