Kfz Unternehmensberatung Fürth – Wachstum beginnt nicht mit einer weiteren Hebebühne
Die Werkstatt ist ausgelastet. Termine werden knapp. Auf dem Hof fehlt Platz.
Dann entsteht schnell der Gedanke: Wir müssen größer werden.
Ich stelle vorher eine andere Frage: Verdient die bestehende Werkstatt bereits so gut, wie sie könnte?
Kfz Unternehmensberatung in Fürth: Erst das bestehende Unternehmen verstehen
In meinen Gesprächen mit Werkstattinhabern erlebe ich häufig Betriebe, die über viele Jahre kontinuierlich gewachsen sind.
Aus einer kleinen Werkstatt ist ein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern entstanden. Zusätzliche Hebebühnen wurden installiert, das Leistungsangebot erweitert und der Kundenstamm vergrößert.
Irgendwann stößt der Betrieb an Grenzen.
Dann wird über eine größere Halle, zusätzliche Mitarbeiter oder sogar einen zweiten Standort nachgedacht.
Genau an diesem Punkt halte ich eine professionelle Kfz Unternehmensberatung in Fürth für besonders sinnvoll.
Denn Wachstum kostet Geld.
Bevor ich zusätzliche Investitionen empfehle, möchte ich deshalb wissen, wie wirtschaftlich die vorhandenen Kapazitäten genutzt werden.
Stimmen Produktivität und Auslastung? Wie entwickelt sich der durchschnittliche Auftragswert? Welche Leistungen sind besonders profitabel? Wie hoch ist der Teileertrag? Und wie abhängig ist das Unternehmen vom Inhaber?
Manchmal führt diese Analyse tatsächlich zu einer Expansion.
Manchmal führt sie zu einer ganz anderen Entscheidung.
Mehr Umsatz bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem Werkstattinhaber, der seinen Betrieb erweitern wollte.
Die Ausgangslage schien eindeutig.
Die Werkstatt war gut ausgelastet und neue Termine konnten teilweise erst Wochen später angeboten werden.
Eine zusätzliche Halle schien deshalb logisch.
Im Rahmen der Expansionsstrategie haben wir uns trotzdem zunächst mit der bestehenden Werkstatt beschäftigt.
Dabei wurde deutlich, dass zusätzliche Kapazität auch zusätzliche Kosten bedeutet.
Eine neue Hebebühne allein repariert schließlich kein Fahrzeug. Sie benötigt einen qualifizierten Mitarbeiter. Dieser Mitarbeiter benötigt Aufträge, Werkzeug und technische Ausstattung. Vielleicht werden zusätzliche Parkplätze, Ersatzfahrzeuge oder Verwaltungsleistungen erforderlich.
Und mit zunehmender Unternehmensgröße verändert sich auch die Organisation.
Deshalb berechne ich Wachstum nicht ausschließlich anhand des möglichen zusätzlichen Umsatzes.
Mich interessiert, was von diesem Umsatz übrig bleibt.
Eine Werkstatt sollte nicht wachsen, weil sie wachsen kann. Sie sollte wachsen, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist.
Wachstum verändert auch die Rolle des Unternehmers
Dieser Punkt wird aus meiner Sicht häufig unterschätzt.
Ein Werkstattinhaber mit vier oder fünf Mitarbeitern kann viele Dinge persönlich steuern.
Bei zwölf oder 15 Mitarbeitern funktioniert das nicht mehr genauso.
Dann müssen Verantwortlichkeiten klarer verteilt, Mitarbeiter geführt und Prozesse stärker organisiert werden.
Der Inhaber entwickelt sich zunehmend vom besten Problemlöser der Werkstatt zum Unternehmer.
Nicht jeder möchte diese Rolle.
Deshalb gehört für mich bei einer Expansionsstrategie auch die persönliche Frage dazu:
Welche Werkstatt möchten Sie in fünf Jahren eigentlich führen?
Vielleicht ist ein größerer Betrieb genau das richtige Ziel.
Vielleicht möchte der Unternehmer aber lieber einen überschaubaren, hervorragend organisierten und profitablen Betrieb führen.
Beides kann wirtschaftlich erfolgreich sein.
Beim Einkauf interessiert mich nicht nur der Rabatt
Mein zweites Beratungsbeispiel betrifft die Einkaufsoptimierung.
Ein Werkstattinhaber war überzeugt, in diesem Bereich bereits sehr gut aufgestellt zu sein.
Seine Begründung war nachvollziehbar: Die Rabatte seiner Hauptlieferanten waren hoch.
Das ist positiv.
Aber ein hoher Rabatt sagt mir noch nicht, ob der Einkauf wirklich gut organisiert ist.
Deshalb haben wir uns die tatsächlichen Nettopreise, Bonusvereinbarungen, Einkaufsvolumina und den erzielten Teileertrag angesehen.
Noch interessanter wurde es bei der Logistik.
Wie häufig werden falsche Teile geliefert? Wie schnell funktionieren Retouren? Wie viele Lieferungen sind täglich notwendig? Und wie viel produktive Zeit geht verloren, wenn ein Mechaniker auf ein Ersatzteil warten muss?
Ein Teil kann bei einem Lieferanten fünf oder zehn Euro günstiger sein.
Wenn das Fahrzeug dadurch jedoch zwei Stunden länger auf einer Hebebühne steht, kann der vermeintliche Preisvorteil schnell verschwinden.
Deshalb bedeutet Einkaufsoptimierung für mich nicht:
möglichst billig einkaufen.
Ein guter Einkauf verbindet Preis, Qualität, Verfügbarkeit, Logistik und Teileertrag.
Zwei Prozent können bereits interessant sein
Nehmen wir eine vereinfachte Modellrechnung.
Eine Werkstatt besitzt ein jährliches Einkaufsvolumen für Ersatzteile von 500.000 Euro.
Wenn es gelingt, die effektiven Einkaufskonditionen um lediglich zwei Prozent zu verbessern, entspricht das rechnerisch 10.000 Euro.
Das ist selbstverständlich keine allgemeingültige Einsparung.
Aber die Rechnung zeigt, warum ich vorhandene Strukturen analysiere.
Gerade vor einer Expansion finde ich das wichtig.
Bevor ein Unternehmer zusätzliches Kapital investiert, sollte er wissen, ob im bestehenden Geschäftsmodell noch wirtschaftliche Potenziale vorhanden sind.
Vielleicht braucht die Werkstatt zunächst nicht mehr Umsatz.
Vielleicht sollte von ihrem heutigen Umsatz einfach mehr übrig bleiben.
Fürth liegt mitten in einem außergewöhnlich starken Wirtschaftsraum
Fürth ist die zweitgrößte Stadt Mittelfrankens und liegt unmittelbar neben Nürnberg im Herzen der Europäischen Metropolregion Nürnberg. 2025 weist die Stadt 134.578 Einwohner mit Hauptwohnsitz und mehr als 51.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus.
Die Wirtschaftsstruktur ist breit aufgestellt. Neben einem starken Dienstleistungssektor prägen kleine und mittlere Unternehmen sowie international erfolgreiche Unternehmen den Standort.
Für einen Werkstattbetrieb ist aber vor allem die regionale Verflechtung interessant.
Nürnberg und Erlangen liegen unmittelbar im Umfeld. Herzogenaurach, Schwabach und zahlreiche weitere Städte und Gemeinden gehören zum erweiterten Wirtschaftsraum.
Für eine Kfz Unternehmensberatung in Fürth würde ich deshalb niemals ausschließlich die Einwohnerzahl innerhalb der Stadtgrenze betrachten.
Entscheidend ist das tatsächliche Einzugsgebiet einer Werkstatt.
Mehr als 77.000 Kraftfahrzeuge zeigen die Bedeutung des Marktes
Auch der Fahrzeugbestand unterstreicht die Bedeutung individueller Mobilität.
Für 2024 weist die Stadt Fürth 77.396 angemeldete Kraftfahrzeuge aus.
Das ist für eine Stadt dieser Größenordnung ein erheblicher Fahrzeugmarkt.
Gleichzeitig sollte eine Werkstatt daraus nicht den Schluss ziehen, dass alle diese Fahrzeuge potenzielle Kunden sind.
Eine Werkstatt in Burgfarrnbach besitzt möglicherweise ein anderes Einzugsgebiet als ein Betrieb in der Südstadt, in Poppenreuth oder im Umfeld größerer Gewerbegebiete.
Deshalb interessiert mich nicht nur, wie viele Fahrzeuge in einer Region zugelassen sind.
Ich möchte wissen, welche Fahrzeuge tatsächlich zum Betrieb passen und warum deren Besitzer gerade diese Werkstatt auswählen.
Die Metropolregion erweitert den Blick
Fürth profitiert dabei von einer außergewöhnlich dichten regionalen Wirtschaftsstruktur.
Die Stadt liegt verkehrsgünstig im Umfeld der Autobahnen A3, A6 und A9 und ist eng mit Nürnberg, Erlangen und dem gesamten Ballungsraum verbunden.
Für eine freie Werkstatt können daraus interessante Zielgruppen entstehen.
Privatkunden bewegen sich zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Handwerksbetriebe benötigen Transporter. Dienstleistungsunternehmen besitzen Firmenfahrzeuge. Mittelständische Unternehmen unterhalten kleinere Flotten.
Gerade Gewerbekunden können für eine Werkstatt interessant sein.
Aber ich würde niemals empfehlen, sie allein wegen ihres Umsatzpotenzials zu gewinnen.
Denn ein Gewerbekunde kann Sonderkonditionen, Ersatzmobilität, Hol- und Bringservice oder längere Zahlungsziele erwarten.
Das muss kalkuliert werden.
Ein Kunde mit 20 Fahrzeugen ist wirtschaftlich nur dann interessant, wenn nach allen Zusatzleistungen noch ein angemessener Ertrag übrig bleibt.
Der Fahrzeugmarkt verändert sich
Neben der regionalen Wirtschaftsstruktur beobachte ich bei einer langfristigen Unternehmensentwicklung auch den Fahrzeugbestand.
Elektrofahrzeuge und Hybridmodelle nehmen zu. Fahrerassistenzsysteme erhöhen die technischen Anforderungen. Diagnose und Software gewinnen weiter an Bedeutung.
Für solche Entwicklungen nutze ich unter anderem die Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes.
Ich möchte technische Veränderungen anhand tatsächlicher Marktdaten beurteilen.
Daraus folgt für mich jedoch nicht, dass jede Werkstatt sofort jede neue technische Möglichkeit abdecken muss.
Entscheidend ist der eigene Kundenbestand.
Welche Fahrzeuge kommen heute in die Werkstatt? Wie alt sind sie? Welche Antriebsarten nehmen zu? Welche Arbeiten werden heute bereits fremdvergeben?
Erst dann lässt sich entscheiden, welche Investitionen sinnvoll werden.
Eine technisch interessante Investition ist erst dann eine gute Investition, wenn sie auch wirtschaftlich funktioniert.
Expansion kann auch Spezialisierung bedeuten
Wachstum muss übrigens nicht zwangsläufig bedeuten, eine größere Halle zu bauen.
Eine Werkstatt kann sich auch durch Spezialisierung entwickeln.
Vielleicht wird eine bestimmte technische Kompetenz ausgebaut. Vielleicht konzentriert sich der Betrieb stärker auf Gewerbekunden. Oder eine besondere Leistung sorgt dafür, dass Kunden aus einem größeren Einzugsgebiet kommen.
Gerade in einem dicht besiedelten Wirtschaftsraum wie Nürnberg-Fürth-Erlangen kann eine klare Positionierung interessant sein.
Denn der Kunde besitzt Auswahl.
Freie Werkstätten konkurrieren mit Vertragsbetrieben, Werkstattketten und spezialisierten Unternehmen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
Was können wir zusätzlich anbieten?
Sondern:
Womit wollen wir zukünftig besonders erfolgreich sein?
Der regionale Branchenblick gehört für mich dazu
Auch Ausbildung, Fachkräftemangel, technische Weiterbildung und neue Anforderungen an Werkstattbetriebe beeinflussen strategische Entscheidungen.
Für regionale Entwicklungen berücksichtige ich deshalb auch Informationen der Kfz-Innung Mittelfranken.
Solche Brancheninformationen helfen mir, übergeordnete Entwicklungen einzuordnen.
Die konkrete Entscheidung muss trotzdem immer aus dem einzelnen Unternehmen heraus entstehen.
Denn zwei Werkstätten in Fürth können denselben regionalen Markt vorfinden und trotzdem vollkommen unterschiedliche Herausforderungen besitzen.
Vielleicht braucht die Werkstatt gar keine größere Halle
Genau deshalb möchte ich vor einer Expansion zunächst den bestehenden Betrieb analysieren.
Wenn eine Werkstatt drei Wochen im Voraus ausgebucht ist, klingt zusätzliche Kapazität zunächst sinnvoll.
Aber vielleicht verlieren die vorhandenen Mitarbeiter täglich produktive Zeit durch schlechte Arbeitsvorbereitung.
Vielleicht ist der Teileertrag zu niedrig.
Möglicherweise stimmen einzelne Preise nicht.
Oder die Werkstatt bearbeitet viele wenig profitable Aufträge, während wirtschaftlich interessantere Kundengruppen kaum entwickelt wurden.
Dann kann eine Optimierung des bestehenden Betriebes zunächst wesentlich sinnvoller sein.
Eine größere Werkstatt vergrößert schließlich nicht nur die Chancen.
Sie vergrößert auch vorhandene Schwächen.
Erst stärker werden – dann größer
Dieser Grundsatz beschreibt meine Sicht auf Unternehmenswachstum ziemlich gut.
Bei meiner Kfz Unternehmensberatung in Fürth möchte ich deshalb nicht möglichst schnell zusätzliche Maßnahmen empfehlen.
Ich möchte verstehen, wo das Unternehmen heute steht und welche Entwicklung wirtschaftlich sinnvoll ist.
Vielleicht liegt der größte Hebel tatsächlich in einer Expansion.
Vielleicht sollten zunächst Einkauf und Teileertrag optimiert werden.
Möglicherweise müssen Prozesse verbessert oder Mitarbeiter entwickelt werden.
Oder der Unternehmer stellt fest, dass er gar nicht größer werden möchte, sondern mit der bestehenden Unternehmensgröße deutlich profitabler arbeiten will.
Auch das ist eine Strategie.
Fürth bietet mit seiner Lage innerhalb der Metropolregion Nürnberg, seiner breiten Wirtschaftsstruktur und einem Bestand von mehr als 77.000 Kraftfahrzeugen interessante Rahmenbedingungen.
Die Aufgabe des Unternehmers besteht darin, daraus die richtige Strategie für seinen eigenen Betrieb zu entwickeln.
Mein Ziel ist deshalb nicht möglichst viel Wachstum. Ich möchte gemeinsam mit dem Werkstattinhaber ein wirtschaftlich stärkeres Unternehmen entwickeln, das nur dann wächst, wenn dieses Wachstum auch nachhaltig Ertrag schafft.
Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Fürth oder der Metropolregion Nürnberg führen und Ihren Betrieb wirtschaftlich und strategisch weiterentwickeln möchten, rufen Sie mich gerne an.



