Kfz Unternehmensberatung Viersen – Werkstätten wirtschaftlich weiterentwickeln

Eine freie Kfz-Werkstatt in Viersen bewegt sich in einem vielseitigen regionalen Markt. Die Kreisstadt liegt am Niederrhein, in unmittelbarer Nähe zu Mönchengladbach und Krefeld und zugleich nicht weit von der niederländischen Grenze entfernt. Ein breiter Mittelstand aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen prägt den Wirtschaftsstandort.

Für Werkstattunternehmen entsteht daraus ein interessanter Kundenmarkt aus privaten Fahrzeughaltern, Berufspendlern, Handwerkern, Selbstständigen und mittelständischen Gewerbekunden.

Entscheidend ist aus meiner Sicht allerdings nicht, möglichst viele Fahrzeuge in die Werkstatt zu bekommen, sondern vorhandene Mitarbeiter und Kapazitäten mit den richtigen Kunden und Leistungen wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen.

Kfz Unternehmensberatung in Viersen: Ein breit aufgestellter Mittelstand

Viersen besitzt keine wirtschaftliche Monostruktur. Gerade der ausgewogene Branchenmix gehört zu den Stärken des Standortes. Industrie- und Produktionsunternehmen sind ebenso vertreten wie Handwerk, Handel und zahlreiche Dienstleistungsbetriebe.

Für eine Kfz Unternehmensberatung in Viersen ist diese Struktur interessant, weil daraus unterschiedliche Anforderungen an Werkstätten entstehen.

Neben dem klassischen Privatkundengeschäft können insbesondere kleinere und mittelständische Gewerbekunden interessant sein. Handwerker, Produktionsunternehmen und technische Dienstleister benötigen Pkw, Transporter und Servicefahrzeuge, die im betrieblichen Alltag zuverlässig funktionieren müssen.

Gewerbekunden können hervorragend zu freien Werkstätten passen

Dabei müssen es keineswegs große Fahrzeugflotten sein.

Ein Handwerksunternehmen mit sechs Transportern oder ein technischer Dienstleister mit acht Firmenfahrzeugen kann hervorragend zu einer inhabergeführten Werkstatt passen.

Für solche Unternehmen besitzt Fahrzeugverfügbarkeit einen konkreten wirtschaftlichen Wert. Fällt ein Transporter aus, fehlt möglicherweise nicht nur das Fahrzeug. Unter Umständen kann ein Mitarbeiter seinen geplanten Kundenauftrag nicht durchführen.

Eine Werkstatt, die Wartungen vorausschauend plant, Ersatzteile rechtzeitig vorbereitet und verbindliche Fertigstellungstermine einhält, bietet deshalb einen Mehrwert, der deutlich über einen günstigen Stundenverrechnungssatz hinausgeht.

Für Gewerbekunden kann eine zuverlässig organisierte Werkstatt ein wichtiger Bestandteil der eigenen betrieblichen Mobilität sein.

Nicht jeder Flottenkunde ist wirtschaftlich attraktiv

Trotzdem sollte eine Werkstatt Gewerbekunden nicht ausschließlich nach Umsatz und Fahrzeuganzahl beurteilen.

Ein größerer Fuhrpark kann attraktive Umsätze erzeugen und gleichzeitig Rabatte, kurzfristige Termine, Ersatzmobilität, Hol- und Bringservice oder längere Zahlungsziele erwarten. Diese Leistungen verursachen Kosten.

Deshalb interessiert mich bei einer Kundenanalyse der tatsächliche Deckungsbeitrag der gesamten Geschäftsbeziehung.

Ein Viersener Handwerksunternehmen mit acht Fahrzeugen und vernünftigen Konditionen kann wirtschaftlich attraktiver sein als ein wesentlich größerer Fuhrpark mit umfangreichen Sonderleistungen.

Gerade eine gut ausgelastete Werkstatt sollte wissen, mit welchen Kunden sie ihre begrenzten Kapazitäten belegt.

Die Lage am Niederrhein erweitert den regionalen Markt

Viersen liegt innerhalb eines großen Wirtschaftsraumes. Mönchengladbach und Krefeld befinden sich in unmittelbarer Nähe, Düsseldorf und das Ruhrgebiet sind gut erreichbar. Gleichzeitig bestehen enge wirtschaftliche Verbindungen in Richtung Niederlande.

Drei Autobahnen binden den Wirtschaftsstandort an die umliegenden Ballungsräume und die niederländisch-belgische Grenzregion an.

Für Werkstätten entsteht daraus grundsätzlich ein großes Einzugsgebiet.

Das bedeutet allerdings nicht, dass möglichst weit entfernte Kunden gewonnen werden sollten. Interessanter ist die Frage, weshalb Kunden bereits heute einen bestimmten Betrieb auswählen.

Wenn Kunden an mehreren Wettbewerbern vorbeifahren, um eine bestimmte Werkstatt aufzusuchen, lohnt sich die Frage nach dem Grund.

Vielleicht besitzt der Betrieb besondere Kompetenz bei bestimmten Fahrzeugmarken, Transportern, Fahrzeugelektronik oder anspruchsvoller Diagnose.

Eine glaubwürdige Positionierung entsteht häufig aus einer Kompetenz, die im Unternehmen längst vorhanden ist.

Gute Auslastung bedeutet noch keine hohe Produktivität

Eine Werkstatt kann mehrere Wochen im Voraus ausgebucht sein und trotzdem täglich wirtschaftliches Potenzial verlieren.

Ein Kfz-Mechatroniker kann den gesamten Arbeitstag beschäftigt sein, ohne seine verfügbare Arbeitszeit vollständig produktiv am Kundenfahrzeug einzusetzen. Fehlende Ersatzteile, unvollständig vorbereitete Arbeitsaufträge, ausstehende Kundenfreigaben oder unnötige Fahrzeugbewegungen führen immer wieder zu Unterbrechungen.

Nehmen wir eine vereinfachte Modellrechnung mit sechs produktiven Mitarbeitern. Verliert jeder Mitarbeiter durchschnittlich nur 20 Minuten täglich durch vermeidbare Warte-, Such- und Organisationszeiten, entstehen zusammen zwei Stunden pro Arbeitstag.

Bei 220 Arbeitstagen entspricht das rechnerisch 440 Stunden jährlich.

Natürlich lässt sich nicht jede eingesparte Minute anschließend zusätzlich verkaufen. Die Größenordnung zeigt jedoch, weshalb bereits kleinere organisatorische Verbesserungen wirtschaftlich interessant sein können.

Produktivität bedeutet für mich nicht höheren Arbeitsdruck, sondern weniger vermeidbare Unterbrechungen.

Gute Werkstattorganisation beginnt vor der Hebebühne

Ein produktiver Reparaturauftrag beginnt bereits bei der Terminvereinbarung.

Welche Arbeiten sind vorgesehen, welche Beanstandungen schildert der Kunde, welche Ersatzteile werden wahrscheinlich benötigt und wann muss das Fahrzeug wieder verfügbar sein?

Je besser diese Informationen vorliegen, desto gezielter lässt sich der Auftrag vorbereiten.

Kundenannahme, Teileversorgung und Werkstatt sollten deshalb als zusammenhängender Prozess betrachtet werden. Vollständig vorbereitete Arbeitsaufträge reduzieren Rückfragen, rechtzeitig verfügbare Ersatzteile vermeiden Unterbrechungen und schnelle Kundenfreigaben sorgen dafür, dass begonnene Reparaturen fortgesetzt werden können.

Gerade bei hoher Auslastung kann die Verbesserung solcher Abläufe wirtschaftlich wesentlich interessanter sein als die Gewinnung zusätzlicher Kunden.

Facharbeiterzeit ist eine wertvolle Ressource

Viersen liegt in einer wirtschaftsstarken Region mit zahlreichen Industrie-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen. Technisch qualifizierte Mitarbeiter besitzen deshalb berufliche Alternativen.

Ein guter Kfz-Mechatroniker sollte möglichst viel Zeit mit Diagnose, Wartung und Reparatur verbringen und nicht regelmäßig Ersatzteile suchen, Fahrzeuge unnötig rangieren oder vermeidbare organisatorische Probleme lösen müssen.

Gute Prozesse wirken damit doppelt: Sie verbessern die Produktivität und können gleichzeitig die Arbeitsbedingungen attraktiver machen.

Eine angemessene Vergütung bleibt wichtig. Langfristig gehören aber auch Weiterbildung, moderne technische Ausstattung, klare Verantwortlichkeiten und vernünftig organisierte Arbeitsabläufe zur Mitarbeiterbindung.

Technische Entwicklung gezielt verfolgen

Elektromobilität, Hybridantriebe, Fahrerassistenzsysteme und zunehmende Fahrzeugvernetzung verändern die Anforderungen an freie Werkstätten.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder Betrieb sofort in sämtliche verfügbaren Technologien investieren sollte.

Entscheidend bleibt der eigene Fahrzeugbestand.

Welche Marken und Modelle stehen tatsächlich auf den Hebebühnen? Wie alt sind die Kundenfahrzeuge? Wie entwickelt sich der Anteil elektrifizierter Antriebe und welche technischen Arbeiten werden regelmäßig fremdvergeben?

Das Kraftfahrt-Bundesamt – Fahrzeugstatistiken bietet umfangreiche Daten zu Fahrzeugbeständen, Neuzulassungen und Antriebsarten.

Solche Marktdaten werden für eine Werkstatt besonders wertvoll, wenn sie mit den eigenen Kunden- und Fahrzeugdaten verbunden werden.

Technische Investitionen müssen sich rechnen

Neue Diagnosegeräte, Hochvoltausrüstung, Kalibriertechnik, Spezialwerkzeuge und Softwarelizenzen können erhebliche Investitionen verursachen.

Deshalb sollte vor einer Anschaffung geklärt werden, wie häufig die entsprechende Leistung tatsächlich benötigt wird.

Werden bestimmte Arbeiten regelmäßig fremdvergeben und steigt deren Anzahl kontinuierlich, kann der Aufbau eigener Kompetenz wirtschaftlich sinnvoll sein. Wird eine Leistung dagegen nur wenige Male jährlich benötigt, kann die Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Partner die bessere Lösung bleiben.

Technische Zukunftsfähigkeit bedeutet für mich nicht, möglichst viele Geräte zu besitzen, sondern die richtige Technik für den eigenen Kundenbestand wirtschaftlich einsetzen zu können.

Der Stundenverrechnungssatz muss zum eigenen Betrieb passen

Neben Produktivität und Kundenstruktur gehört die Kalkulation zu den wichtigsten wirtschaftlichen Stellschrauben einer Werkstatt.

Personalkosten, Gebäude, Energie, Versicherungen, technische Ausstattung, Software und Weiterbildung müssen über die verkauften Leistungen finanziert werden.

Der Stundenverrechnungssatz einer anderen Werkstatt in Viersen, Mönchengladbach oder Krefeld kann selbstverständlich eine Orientierung liefern. Die tatsächliche Kostenstruktur des Wettbewerbers kennen wir allerdings nicht.

Deshalb sollte der wirtschaftlich notwendige Stundenverrechnungssatz zunächst aus dem eigenen Unternehmen heraus berechnet und anschließend mit dem regionalen Markt verglichen werden.

Verkauft eine Werkstatt beispielsweise 8.000 produktive Stunden jährlich und liegt der notwendige Stundenverrechnungssatz lediglich fünf Euro über dem tatsächlich realisierten Wert, entspricht das rechnerisch einer Differenz von 40.000 Euro pro Jahr.

Das ist keine pauschale Empfehlung für eine Preiserhöhung. Die Rechnung verdeutlicht vielmehr, warum eine belastbare Kalkulation zur professionellen Werkstattführung gehört.

Viersen bietet einen interessanten Unternehmensmarkt

Die Stadt verfügt über einen breit aufgestellten Branchenmix. Ein aktuelles Gewerbeflächenkonzept hebt gerade diese heterogene Wirtschaftsstruktur als Stärke hervor und empfiehlt, sie auch zukünftig zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Für Werkstattinhaber lohnt sich deshalb eine systematische Analyse des regionalen Gewerbekundenmarktes.

Welche Unternehmen besitzen eigene Fahrzeuge? Welche Handwerksbetriebe benötigen Transporter? Welche technischen Dienstleister verfügen über Servicefahrzeuge und welche Anforderungen stellen diese Unternehmen an Wartung und Reparatur?

Dabei geht es nicht um wahllose Akquise.

Eine Werkstatt sollte diejenigen Gewerbekunden ansprechen, deren Anforderungen tatsächlich zu den eigenen Kapazitäten, Leistungen und Prozessen passen.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen ist dabei eine interessante regionale Informationsquelle für Unternehmen.

Unternehmensentwicklung bedeutet nicht automatisch Wachstum

Ein attraktiver Wirtschaftsstandort bedeutet für eine Werkstatt nicht automatisch, dass sie zusätzliche Kunden benötigt.

Eine gut ausgelastete Werkstatt muss nicht zwangsläufig weitere Mitarbeiter einstellen, zusätzliche Arbeitsplätze schaffen oder mehr Fahrzeuge annehmen.

Vielleicht ist es wirtschaftlich sinnvoller, vorhandene Arbeitszeit besser zu verkaufen, den Kundenmix zu überprüfen oder die Kalkulation zu verbessern.

Gerade wenn qualifizierte Mitarbeiter schwer zu finden sind, sollte zunächst geprüft werden, wie gut die vorhandenen Ressourcen tatsächlich genutzt werden.

Eine Werkstatt kann ihre Ertragskraft erheblich verbessern, ohne zusätzliche Fläche oder deutlich mehr Aufträge zu benötigen.

Auch die Unternehmensnachfolge gehört zur Zukunftssicherung

Für viele inhabergeführte Werkstätten kommt langfristig ein weiteres Thema hinzu: die Unternehmensnachfolge.

Eine profitable Werkstatt ist nicht automatisch problemlos übertragbar. Wenn Kundenbeziehungen, technische Entscheidungen, Kalkulation und Organisation ausschließlich vom Inhaber abhängen, entsteht eine erhebliche persönliche Abhängigkeit.

Klare Prozesse, nachvollziehbare Kennzahlen und Mitarbeiter, die Verantwortung übernehmen können, verbessern deshalb nicht nur den heutigen Betriebsablauf. Sie können gleichzeitig die spätere Übertragbarkeit und damit den Unternehmenswert positiv beeinflussen.

Eine gute Nachfolgevorbereitung beginnt aus meiner Sicht mehrere Jahre vor dem geplanten Übergabetermin.

Bewährte Werkstattwerte bleiben die Grundlage

Viersen verbindet einen starken Mittelstand mit der günstigen Lage zwischen Niederrhein, Rheinland und der niederländischen Grenzregion.

Persönliche Kundenbeziehungen, handwerkliche Qualität, technische Erfahrung und Verlässlichkeit bleiben auch hier wesentliche Stärken einer freien Kfz-Werkstatt.

Professionelle Unternehmensführung bedeutet für mich deshalb nicht, aus einer inhabergeführten Werkstatt einen anonymen Großbetrieb zu machen.

Vielmehr geht es darum, bewährte Werkstattwerte mit guten Prozessen, qualifizierten Mitarbeitern, einer fundierten Kalkulation und einer wirtschaftlich sinnvollen Kundenstruktur zu verbinden.

Vielleicht betreut eine Werkstatt in Viersen bereits zahlreiche Handwerks- und Gewerbekunden, ohne deren tatsächliche Rentabilität genau zu kennen. Vielleicht besitzt sie eine besondere technische Kompetenz, nutzt diese aber noch nicht konsequent für ihre Positionierung. Oder der Betrieb ist hervorragend ausgelastet, verliert jedoch täglich wertvolle Facharbeiterzeit durch organisatorische Unterbrechungen.

Mein Ziel bei einer Kfz Unternehmensberatung in Viersen besteht nicht darin, einer erfolgreichen Werkstatt einfach mehr Aufträge zu verschaffen, sondern gemeinsam mit dem Unternehmer herauszuarbeiten, welche Kunden und Leistungen wirtschaftlich besonders gut zum Betrieb passen, wie vorhandene Fachkräfte und Kapazitäten sinnvoll eingesetzt werden und wie aus technischer Kompetenz, guter Organisation und fundierten unternehmerischen Entscheidungen langfristig ein profitables und zukunftsfähiges Werkstattunternehmen entsteht.

Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Viersen oder am Niederrhein führen und Ihren Betrieb wirtschaftlich und strategisch weiterentwickeln möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.