Kfz Unternehmensberatung Bremen – wo bleibt der Ertrag?
Eine Werkstatt kann jeden Tag voll sein und trotzdem wirtschaftliches Potenzial verschenken.
Das klingt zunächst widersprüchlich.
In meiner Beratungspraxis erlebe ich jedoch genau diese Situation immer wieder.
Gute Auslastung ist noch keine gute Rendite
Wenn ich mit einem Werkstattinhaber über seinen Betrieb spreche, interessiert mich natürlich die Auftragslage.
Aber ich möchte mehr wissen.
Was verdient die Werkstatt mit den vorhandenen Aufträgen?
Wie produktiv werden die verfügbaren Arbeitsstunden eingesetzt?
Wie entwickeln sich Teileumsatz und Teileertrag?
Welche Kosten sind überproportional gestiegen?
Welche Leistungen sind besonders profitabel?
Und welche wirtschaftlichen Möglichkeiten bleiben bislang ungenutzt?
Genau dort beginnt für mich eine professionelle Kfz Unternehmensberatung in Bremen.
Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit der Automobilbranche und insbesondere mit dem freien Werkstattmarkt. Dabei verbinde ich Branchenkenntnis mit der betriebswirtschaftlichen Betrachtung eines Unternehmens.
Denn eine Werkstatt ist für mich nicht nur ein technischer Betrieb.
Sie ist ein Unternehmen.
Und dieses Unternehmen muss dauerhaft ausreichend Geld verdienen, um Mitarbeiter vernünftig zu bezahlen, Investitionen zu finanzieren und dem Inhaber eine angemessene Rendite zu ermöglichen.
Beim Einkauf entscheidet nicht nur der Rabatt
Vor einiger Zeit habe ich mit einem Werkstattinhaber über seine Einkaufskonditionen gesprochen.
Seine Einschätzung war eindeutig:
„Beim Teileeinkauf sind wir eigentlich gut aufgestellt.“
Das höre ich häufig.
Also haben wir genauer hingeschaut.
Dabei habe ich nicht nur einzelne Einkaufspreise verglichen. Im Rahmen der Einkaufsoptimierung haben wir die gesamte Beschaffungsstruktur betrachtet.
Wie viele Lieferanten werden genutzt?
Wie verteilen sich die Einkaufsvolumina?
Welche Bonusvereinbarungen bestehen?
Welche Konditionen werden tatsächlich erreicht?
Wie häufig werden Teile retourniert?
Wie zuverlässig funktionieren die Lieferungen?
Und was passiert in der Werkstatt, wenn ein benötigtes Ersatzteil nicht rechtzeitig verfügbar ist?
Gerade der letzte Punkt ist wichtig.
Ein günstiger Einkaufspreis bringt wenig, wenn ein Fahrzeug mehrere Stunden einen Arbeitsplatz blockiert, weil das notwendige Ersatzteil fehlt.
Deshalb bedeutet Einkaufsoptimierung für mich nicht, bei jedem Ersatzteil den letzten Euro herauszuholen.
Ein wirtschaftlich guter Einkauf verbindet Preis, Qualität, Verfügbarkeit, Logistik und Ertrag.
Gerade bei größeren Einkaufsvolumina können bereits vergleichsweise kleine Veränderungen erhebliche Auswirkungen auf das Jahresergebnis haben.
Was soll aus der Werkstatt in fünf Jahren werden?
Ein zweites Beratungsbeispiel begann nicht mit einem Problem.
Der Betrieb funktionierte.
Die Kunden kamen.
Die Mitarbeiter waren ausgelastet.
Trotzdem wollte der Inhaber wissen, wie er sein Unternehmen für die nächsten Jahre besser aufstellen kann.
Genau das ist für mich Unternehmensentwicklung.
Wir haben zunächst die vorhandenen Strukturen betrachtet und anschließend verschiedene Zukunftsszenarien entwickelt.
Soll die Werkstatt wachsen?
Welche Kundengruppen sollen zukünftig stärker angesprochen werden?
Welche Leistungen könnten ausgebaut werden?
Welche technischen Investitionen werden benötigt?
Welche Mitarbeiter müssen dafür entwickelt oder zusätzlich eingestellt werden?
Und wie stark soll der Inhaber zukünftig noch selbst im Tagesgeschäft arbeiten?
Diese Fragen gehören zusammen.
Ich halte wenig davon, einzelne Maßnahmen isoliert zu betrachten.
Eine zusätzliche Hebebühne ist beispielsweise keine Strategie.
Ein weiterer Mitarbeiter ebenfalls nicht.
Beides kann Teil einer guten Unternehmensentwicklung sein – wenn vorher klar ist, warum diese zusätzlichen Kapazitäten benötigt werden und welchen wirtschaftlichen Beitrag sie leisten sollen.
Bremen ist ein besonderer Automotive-Standort
Bremen besitzt eine außergewöhnlich lange automobile Tradition. Bereits seit 1906 werden in der Stadt Automobile produziert. Heute zählt die Automobilwirtschaft einschließlich ihres breiten Zulieferernetzwerks zu den dominierenden Industriezweigen des Landes Bremen. Rund 17.000 Menschen arbeiten hier in der Automobilbranche. Das Mercedes-Benz Werk Bremen ist mit mehr als 12.500 Beschäftigten der größte private Arbeitgeber der Region und zugleich der größte Mercedes-Produktionsstandort weltweit.
Gleichzeitig ist Bremen ein breit aufgestellter Wirtschaftsstandort. Nahezu 22.000 Unternehmen bieten im Land mehr als 325.000 Arbeitsplätze. Neben Automotive gehören unter anderem Luft- und Raumfahrt sowie Logistik zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen.
Für eine Kfz Unternehmensberatung in Bremen ist dieses Umfeld interessant. Eine starke Automobiltradition bedeutet schließlich nicht nur Fahrzeugproduktion. Sie schafft automobile Kompetenz, qualifizierte Arbeitskräfte und eine entsprechende Branchenstruktur.
Für freie Werkstätten entsteht gleichzeitig ein anspruchsvoller Markt.
Kunden können zwischen freien Betrieben, Werkstattketten und markengebundenen Unternehmen wählen. Deshalb müssen sich inhabergeführte Werkstätten ihre Position im Markt immer wieder neu erarbeiten.
Was bedeutet der Wandel der Automobilindustrie für freie Werkstätten?
Gerade an einem Automotive-Standort wie Bremen wird deutlich, wie stark sich die Branche verändert.
Elektromobilität ist längst keine theoretische Zukunftsfrage mehr. Bereits 2019 wurde im Bremer Mercedes-Benz Werk das erste vollelektrische Modell der Marke EQ produziert. Heute gehören elektrifizierte Fahrzeuge selbstverständlich zur Produktion des Standortes.
Für mich bedeutet das jedoch nicht, dass jede freie Werkstatt sofort in jede verfügbare Technologie investieren muss.
Ich gehe anders vor.
Welche Fahrzeuge befinden sich heute im relevanten Einzugsgebiet?
Wie verändert sich dieser Bestand?
Welche Kunden betreut die Werkstatt?
Welche Qualifikationen besitzen die Mitarbeiter?
Und wann wird eine technische Investition tatsächlich wirtschaftlich notwendig?
Dafür berücksichtige ich auch Statistiken und Marktdaten des Kraftfahrt-Bundesamtes.
Denn technische Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliche Vernunft müssen zusammenpassen.
Mehr Umsatz ist nicht immer die richtige Antwort
Wenn ein Werkstattinhaber sein Ergebnis verbessern möchte, wird häufig zuerst über zusätzlichen Umsatz gesprochen.
Mehr Kunden.
Mehr Fahrzeuge.
Mehr Aufträge.
Ich prüfe vorher eine andere Möglichkeit:
Können wir mit dem bestehenden Unternehmen wirtschaftlich besser werden?
Vielleicht liegt Potenzial im Einkauf.
Vielleicht werden vorhandene Arbeitsstunden nicht optimal genutzt.
Möglicherweise stimmen einzelne Kalkulationen nicht mehr.
Vielleicht müssen Prozesse verbessert werden.
Oder bestimmte Leistungen erwirtschaften wesentlich bessere Deckungsbeiträge als andere und sollten deshalb stärker entwickelt werden.
Erst wenn diese Potenziale betrachtet wurden, spreche ich über zusätzliches Wachstum.
Das entspricht meinem grundlegenden Beratungsansatz: Ausgangspunkt ist eine umfassende Analyse der tatsächlichen Situation des Unternehmens, bevor daraus Strategien und konkrete Maßnahmen entwickelt werden.
Eine Werkstatt muss technisch und unternehmerisch gut sein
Ich bin überzeugt davon, dass die Anforderungen an Werkstattinhaber in den kommenden Jahren weiter steigen werden.
Gute technische Arbeit bleibt selbstverständlich die Grundlage.
Doch gleichzeitig müssen Unternehmer Mitarbeiter entwickeln, Investitionen bewerten, Einkauf und Verkauf steuern, Prozesse digitalisieren und ihr Unternehmen strategisch weiterentwickeln.
Dafür braucht es Zeit.
Und genau diese Zeit fehlt im täglichen Werkstattbetrieb häufig.
Deshalb möchte ich mit meiner Kfz Unternehmensberatung für Bremen einen Blick von außen ermöglichen.
Nicht theoretisch.
Nicht mit Standardkonzepten.
Sondern auf Basis der tatsächlichen Situation des jeweiligen Unternehmens.
Vielleicht liegt der wichtigste Hebel im Einkauf.
Vielleicht in den Mitarbeitern.
Vielleicht in der Produktivität.
Oder die entscheidende Frage lautet bereits heute, wie die Werkstatt in fünf oder zehn Jahren aussehen soll.
Mein Ziel bleibt dabei immer gleich:
Ich möchte nicht einfach mehr Umsatz erzeugen. Ich möchte gemeinsam mit dem Unternehmer ein wirtschaftlich stärkeres Unternehmen entwickeln.
Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Bremen oder der umliegenden Region führen und wissen möchten, welche wirtschaftlichen Potenziale in Ihrem Betrieb vorhanden sind, freue ich mich auf den Austausch.



