Kfz Unternehmensberatung Münster – gute Mitarbeiter werden zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil

Eine freie Kfz-Werkstatt kann über moderne Diagnosetechnik, eine gute Lage und einen großen Kundenstamm verfügen. Wenn jedoch qualifizierte Mitarbeiter fehlen oder erfahrene Fachkräfte den Betrieb verlassen, lassen sich vorhandene Marktchancen nur begrenzt nutzen.

Gerade deshalb beschäftige ich mich bei der Beratung freier Werkstätten intensiv mit der Frage, wie vorhandene Mitarbeiter wirtschaftlich sinnvoll eingesetzt, weiterentwickelt und langfristig an das Unternehmen gebunden werden können.

Denn in einem zunehmend anspruchsvollen Werkstattmarkt wird nicht nur die technische Ausstattung, sondern vor allem die Qualität der Mannschaft über den zukünftigen Erfolg entscheiden.

Kfz Unternehmensberatung in Münster: Fachkräfte sind eine knappe Ressource

Münster besitzt einen starken Arbeitsmarkt. Die Stadt ist geprägt durch Universität, Gesundheitswirtschaft, öffentliche Verwaltung, Versicherungen, Dienstleistungen und einen leistungsfähigen Mittelstand. Für Werkstattunternehmen bedeutet diese wirtschaftliche Stärke gleichzeitig, dass sie bei der Suche nach Mitarbeitern mit zahlreichen anderen Arbeitgebern konkurrieren.

Das lokale Kfz-Handwerk zeigt, welchen Stellenwert die Nachwuchsarbeit besitzt. Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Münster zählt rund 80 Innungsfachbetriebe, die allein im technischen Bereich mehr als 250 Auszubildende beschäftigen. Der Beruf des Kfz-Mechatronikers gehört damit in Münster zu den besonders bedeutenden Ausbildungsberufen.

Bei einer Kfz Unternehmensberatung in Münster würde ich deshalb nicht erst dann über Personalstrategie sprechen, wenn eine Stelle plötzlich unbesetzt ist. Mitarbeiterentwicklung benötigt einen längeren Horizont.

Mitarbeiterbindung beginnt bei den täglichen Arbeitsbedingungen

Natürlich spielt eine angemessene Vergütung eine wichtige Rolle. Gute Mitarbeiter lassen sich allerdings nicht ausschließlich über das Gehalt halten.

Ein erfahrener Kfz-Mechatroniker möchte seine fachlichen Fähigkeiten sinnvoll einsetzen. Wenn er jeden Tag auf Ersatzteile warten, unvollständige Arbeitsaufträge klären oder Fahrzeuge mehrfach rangieren muss, entsteht unnötige Belastung.

Deshalb hängen Mitarbeiterbindung und Werkstattorganisation für mich unmittelbar zusammen.

Ein gut vorbereiteter Arbeitsauftrag, verfügbare Ersatzteile, klare Verantwortlichkeiten und vernünftige Terminplanung erhöhen nicht nur die Produktivität, sondern verbessern gleichzeitig die Arbeitsbedingungen.

Gute Prozesse sollen Mitarbeiter nicht stärker kontrollieren, sondern ihnen ermöglichen, ihre eigentliche Arbeit besser zu erledigen.

Schon kleine Zeitverluste können wirtschaftlich relevant werden

Nehmen wir als vereinfachte Modellrechnung eine Werkstatt mit sechs produktiven Mitarbeitern. Verliert jeder Mitarbeiter täglich durchschnittlich nur 20 Minuten durch vermeidbare Such-, Warte- oder Organisationszeiten, entstehen zusammen zwei Stunden pro Arbeitstag.

Bei 220 Arbeitstagen entspricht das rechnerisch 440 Stunden jährlich.

Natürlich kann nicht jede eingesparte Minute anschließend vollständig verkauft werden. Die Größenordnung zeigt allerdings, weshalb sich eine Analyse der täglichen Abläufe lohnt.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, dass ein Mechaniker schneller arbeiten soll. Produktivitätssteigerung bedeutet für mich vielmehr, unnötige Unterbrechungen zu reduzieren und qualifizierte Arbeitszeit dort einzusetzen, wo sie benötigt wird: am Kundenfahrzeug.

Weiterbildung schafft Perspektiven

Die Fahrzeugtechnik verändert sich erheblich. Hochvoltsysteme, Fahrerassistenzsysteme, komplexe Diagnose und Fahrzeugkommunikation erhöhen die Anforderungen an Mitarbeiter.

Gerade deshalb kann Weiterbildung gleichzeitig Bestandteil einer Mitarbeiterstrategie sein. Nicht jeder Mitarbeiter muss Spezialist für sämtliche technischen Bereiche werden. Vielmehr sollte betrachtet werden, welche Fähigkeiten und Interessen innerhalb der Mannschaft vorhanden sind.

Vielleicht entwickelt ein Kfz-Mechatroniker besondere Kompetenz bei schwieriger Diagnose, während ein anderer Mitarbeiter Interesse an Hochvolttechnik besitzt. Solche Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln, stärkt den Betrieb und eröffnet dem Mitarbeiter gleichzeitig eine berufliche Perspektive.

Die Kfz-Innung Münster unterstützt die regionalen Betriebe bei Ausbildung und Karriere und begleitet die technische Weiterentwicklung des Kfz-Handwerks. Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker wird dabei unter anderem in den Schwerpunkten Pkw-Technik, Nutzfahrzeugtechnik sowie System- und Hochvolttechnik angeboten.

Münster bietet einen außergewöhnlich großen Kundenmarkt

Die wirtschaftliche Bedeutung Münsters reicht deutlich über die Einwohnerzahl hinaus. Die Wirtschaftsförderung verweist auf einen langfristig stark gewachsenen Arbeitsmarkt und eine ausgesprochen hohe lokale Arbeitsplatzbindung. Der überwiegende Teil der Beschäftigten arbeitet im Dienstleistungsbereich, insbesondere in Bildung, Gesundheit, Verwaltung und unternehmensnahen Dienstleistungen.

Für freie Werkstätten entsteht daraus ein vielfältiger Markt aus Privatkunden, Berufspendlern, Selbstständigen und gewerblichen Fahrzeughaltern.

Die entscheidende Frage lautet allerdings nicht, wie möglichst viele dieser Kunden gewonnen werden können.

Interessanter ist, welche Kunden besonders gut zur eigenen Werkstatt passen.

Nicht jeder Kunde ist für jede Werkstatt gleich wertvoll

Eine gut ausgelastete Werkstatt sollte ihre knappen Kapazitäten wirtschaftlich sinnvoll einsetzen.

Deshalb lohnt sich eine Analyse der bestehenden Kundenstruktur. Welche Fahrzeugmarken dominieren? Wie hoch ist der durchschnittliche Auftragswert? Welche Kunden kommen regelmäßig und welche Leistungen werden besonders häufig nachgefragt?

Auch die geografische Herkunft kann interessant sein. Wenn Kunden bewusst aus dem Münsteraner Umland einen längeren Anfahrtsweg akzeptieren, sollte geklärt werden, warum sie gerade diese Werkstatt auswählen.

Vielleicht besitzt der Betrieb besondere Kompetenz bei bestimmten Marken, ist für schwierige Diagnosefälle bekannt oder bietet einen Service, den Kunden besonders schätzen.

Eine gute Positionierung muss nicht künstlich erfunden werden. Häufig ist sie bereits vorhanden und muss lediglich erkannt und konsequenter genutzt werden.

Gewerbekunden können interessant sein – müssen aber profitabel bleiben

Der starke Dienstleistungs- und Mittelstandsstandort bietet auch Potenzial für gewerbliche Kunden. Kleine und mittlere Unternehmen mit einigen Pkw oder Transportern können gut zu einer inhabergeführten freien Werkstatt passen.

Diese Kunden benötigen vor allem Verlässlichkeit. Ein betrieblich genutztes Fahrzeug ist schließlich ein Arbeitsmittel. Wenn der Transporter eines Handwerkers oder das Servicefahrzeug eines Mitarbeiters ausfällt, kann daraus unmittelbar ein wirtschaftlicher Schaden entstehen.

Kurze Standzeiten und verbindliche Fertigstellungstermine besitzen deshalb einen hohen Wert.

Trotzdem ist ein großer Fuhrpark nicht automatisch ein guter Kunde. Rabatte, Ersatzmobilität, Hol- und Bringservice, kurzfristige Termine und Zahlungsziele verursachen Kosten. Deshalb sollte nicht nur der Umsatz eines Gewerbekunden betrachtet werden, sondern der tatsächliche Deckungsbeitrag der gesamten Geschäftsbeziehung.

Auch der Stundenverrechnungssatz muss wirtschaftlich passen

Gerade eine gut ausgelastete Werkstatt sollte regelmäßig prüfen, ob ihr Stundenverrechnungssatz noch zur tatsächlichen Kostenstruktur passt.

Personalkosten, Energie, Versicherungen, Software, technische Ausstattung und Weiterbildung müssen über die verkauften Leistungen finanziert werden.

Verkauft eine Werkstatt beispielsweise 8.000 produktive Stunden im Jahr und liegt der wirtschaftlich notwendige Stundenverrechnungssatz lediglich fünf Euro über dem tatsächlich realisierten Wert, ergibt sich rechnerisch bereits eine Differenz von 40.000 Euro jährlich.

Das ist keine Empfehlung für eine pauschale Preiserhöhung. Es zeigt lediglich, wie stark kleine Kalkulationsunterschiede bei mehreren Tausend Arbeitsstunden wirken können.

Der Preis sollte deshalb zunächst aus der eigenen Kostenstruktur entwickelt und anschließend mit dem regionalen Wettbewerb verglichen werden.

Technische Investitionen müssen zum Kundenbestand passen

Elektromobilität, Hybridantriebe, Fahrerassistenzsysteme und zunehmende Fahrzeugvernetzung verändern auch den Werkstattmarkt in Münster.

Für die allgemeine Entwicklung des deutschen Fahrzeugbestandes bietet das Kraftfahrt-Bundesamt eine wichtige Informationsgrundlage.

Für die Investitionsentscheidung einer einzelnen Werkstatt sind bundesweite Entwicklungen allerdings nur der Ausgangspunkt. Wesentlich wichtiger ist die eigene Kundenstruktur.

Welche Fahrzeuge stehen tatsächlich auf den Hebebühnen? Wie alt sind sie und wie entwickelt sich der Anteil elektrifizierter Modelle? Welche Arbeiten werden heute regelmäßig an andere Unternehmen vergeben?

Erst daraus sollte abgeleitet werden, wann Investitionen in Hochvolttechnik, Diagnose oder Fahrerassistenzsysteme wirtschaftlich sinnvoll werden.

Eine technisch interessante Ausstattung ist schließlich nur dann eine gute Investition, wenn sie ausreichend genutzt wird und langfristig Geld verdient.

Ausbildung sichert langfristig die Zukunft

Gerade die starke Ausbildungsleistung des Münsteraner Kfz-Handwerks zeigt, dass Fachkräftesicherung nicht erst bei der Suche nach ausgebildeten Mitarbeitern beginnt.

Ausbildung verursacht zunächst Aufwand. Ein junger Mensch benötigt Anleitung und bindet Zeit erfahrener Mitarbeiter. Langfristig eröffnet sie jedoch die Möglichkeit, zukünftige Fachkräfte selbst aufzubauen und frühzeitig an das Unternehmen zu binden.

Die hohe Zahl von mehr als 250 Auszubildenden allein im technischen Bereich der Münsteraner Innungsbetriebe zeigt, welchen Stellenwert dieses Thema bereits heute besitzt.

Für eine Werkstatt kann es deshalb sinnvoll sein, Ausbildung, Weiterbildung und Mitarbeiterentwicklung als zusammenhängende Strategie zu betrachten.

Traditionelle Werkstattwerte bleiben die Grundlage

Persönliche Kundenbeziehungen, handwerkliche Qualität, Erfahrung und Verlässlichkeit haben freie Werkstätten über Jahrzehnte erfolgreich gemacht. Diese traditionellen Stärken möchte ich ausdrücklich erhalten.

Professionelle Unternehmensführung bedeutet für mich nicht, aus einer inhabergeführten Werkstatt einen anonymen Großbetrieb zu machen.

Vielmehr geht es darum, gute Mitarbeiter langfristig zu halten, ihre Arbeitszeit sinnvoll einzusetzen und diejenigen Kunden und Leistungen zu entwickeln, die wirtschaftlich zum Betrieb passen.

Vielleicht besitzt eine Werkstatt in Münster bereits eine hervorragende Mannschaft, verliert aber täglich wertvolle Facharbeiterzeit durch organisatorische Unterbrechungen. Vielleicht funktionieren die Prozesse gut, während vorhandene technische Kompetenzen gegenüber dem regionalen Wettbewerb noch nicht ausreichend sichtbar werden. Oder die Analyse zeigt, dass Kalkulation, Einkauf, Kundenstruktur oder Unternehmensnachfolge größere wirtschaftliche Hebel besitzen.

Mein Ziel bei einer Kfz Unternehmensberatung in Münster besteht nicht darin, einer erfolgreichen Werkstatt möglichst viele zusätzliche Aufträge zu verschaffen, sondern gemeinsam mit dem Unternehmer dafür zu sorgen, dass qualifizierte Mitarbeiter langfristig im Unternehmen bleiben, vorhandene Kapazitäten wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden und aus handwerklicher Kompetenz, guter Organisation und einer klaren Positionierung dauerhaft ein profitables und zukunftsfähiges Werkstattunternehmen entsteht.

Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Münster oder im Münsterland führen und Ihren Betrieb wirtschaftlich und strategisch weiterentwickeln möchten, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.