Kfz Unternehmensberatung Bielefeld – viel Arbeit muss sich auch rechnen
„Wir haben eigentlich mehr als genug zu tun.“
Diesen Satz höre ich von Werkstattinhabern häufig.
Meine nächste Frage lautet dann: „Und verdienen Sie mit dieser Auslastung auch so viel, wie Sie verdienen müssten?“
Eine volle Werkstatt ist nur der Anfang
Wer eine freie Kfz-Werkstatt führt, kennt diese Situation.
Der Terminkalender ist voll. Morgens stehen die ersten Fahrzeuge auf dem Hof. Das Telefon klingelt. Ein Kunde wartet auf einen Kostenvoranschlag, ein Ersatzteil fehlt und auf einer Hebebühne steht ein Fahrzeug, bei dem die Diagnose länger dauert als geplant.
Am Abend haben alle viel gearbeitet.
Aber war dieser Tag auch wirtschaftlich erfolgreich?
Genau diese Frage interessiert mich bei einer Kfz Unternehmensberatung in Bielefeld.
Ich betrachte eine Werkstatt nicht nur als technischen Betrieb. Für mich ist sie ein Unternehmen, in dem Arbeitszeit, Ersatzteile, Know-how und vorhandene Kapazitäten möglichst wirtschaftlich eingesetzt werden müssen.
Dafür analysiere ich nicht nur BWA und Kennzahlen.
Ich möchte verstehen, was zwischen Fahrzeugannahme und Rechnungsstellung tatsächlich passiert.
Manchmal liegen die größten Potenziale zwischen zwei Arbeitsschritten
In einem meiner Beratungsprojekte war die Auftragslage ausgesprochen gut.
Trotzdem hatte der Inhaber das Gefühl, dass seine Werkstatt mehr leisten können müsste. Gemeinsam haben wir deshalb die betrieblichen Abläufe genauer betrachtet.
Dabei zeigte sich kein einzelnes großes Problem.
Es waren viele Kleinigkeiten.
Ein Monteur wartete auf ein Ersatzteil. Ein anderer benötigte eine Rückfrage vom Service. Ein Fahrzeug blockierte einen Arbeitsplatz, obwohl die Arbeiten zunächst nicht fortgesetzt werden konnten. Informationen wurden mündlich weitergegeben und mussten später erneut abgefragt werden.
Jeder einzelne Vorgang kostete vielleicht nur wenige Minuten.
Aber genau diese Minuten summieren sich.
Bei der Prozessoptimierung einer Kfz-Werkstatt versuche ich deshalb nicht, jeden vorhandenen Ablauf neu zu erfinden. Bewährte Strukturen sollen erhalten bleiben.
Ich suche vielmehr nach unnötigen Unterbrechungen, Wartezeiten, Doppelarbeiten und organisatorischen Engpässen.
Denn die wirtschaftlichste Arbeitsstunde ist häufig nicht die zusätzliche Stunde am Abend.
Es ist die Arbeitsstunde, die bereits bezahlt wird und bisher nicht vollständig produktiv genutzt werden kann.
Verkaufen bedeutet für mich nicht, Kunden etwas aufzudrängen
Ein zweites Thema, das ich häufig untersuche, ist die Verkaufsoptimierung.
Der Begriff sorgt bei manchen Werkstattinhabern zunächst für Zurückhaltung.
Das kann ich nachvollziehen.
Eine gute freie Werkstatt lebt von Vertrauen. Niemand möchte einem Stammkunden eine Reparatur verkaufen, die er nicht benötigt.
Genau darum geht es auch nicht.
In einem Beratungsprojekt haben wir beispielsweise analysiert, was passiert, wenn während einer Inspektion zusätzlicher Reparaturbedarf festgestellt wird.
Wird der Kunde informiert?
Kann der Serviceberater verständlich erklären, warum die Reparatur sinnvoll oder notwendig ist?
Wird ein konkreter Preis genannt?
Und was passiert, wenn der Kunde die Arbeit zunächst nicht durchführen lassen möchte?
Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.
Ein festgestellter Reparaturbedarf verschwindet nicht automatisch, nur weil der Kunde an diesem Tag keine Entscheidung trifft.
Eine professionelle Wiedervorlage kann deshalb sowohl für den Kunden als auch für die Werkstatt sinnvoll sein.
Für mich bedeutet Verkaufsoptimierung vor allem: Bedarf erkennen, verständlich erklären und zuverlässig nachhalten.
Das ist kein aggressiver Verkauf.
Das ist professioneller Kundenservice.
Bielefeld ist ein starker Wirtschaftsstandort für Kfz-Unternehmen
Bielefeld liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens am Teutoburger Wald und bildet das wirtschaftliche Zentrum der Region Ostwestfalen-Lippe. Mit rund 342.000 Einwohnern und knapp 14.000 Unternehmen verfügt die Stadt über eine breite mittelständische Wirtschaftsstruktur.
Für freie Werkstätten ergibt sich daraus ein interessantes Umfeld. Neben privaten Fahrzeughaltern gehören Gewerbetreibende, Unternehmen und Fahrzeugflotten zum potenziellen regionalen Markt. Gleichzeitig erstreckt sich das wirtschaftliche Einzugsgebiet weit über die Stadtgrenzen hinaus. Gütersloh, Herford und weitere Teile Ostwestfalen-Lippes liegen unmittelbar im Umfeld.
Das schafft Potenzial, bedeutet aber auch Wettbewerb.
Eine Kfz Unternehmensberatung für Bielefeld sollte deshalb nicht allein den einzelnen Betrieb betrachten. Für mich gehören auch Wettbewerbsumfeld, Kundenstruktur und die wirtschaftliche Positionierung der Werkstatt zur Analyse.
Branchenwissen ist für mich eine Voraussetzung guter Beratung
Eine Kfz-Werkstatt besitzt betriebswirtschaftliche Besonderheiten, die ich bei einer Beratung berücksichtigen muss.
Ein Monteur verkauft letztlich seine produktive Arbeitszeit.
Eine Hebebühne stellt eine begrenzte Kapazität dar.
Ein fehlendes Ersatzteil kann einen produktiven Arbeitsplatz blockieren.
Ein falsch kalkulierter Stundenverrechnungssatz wirkt sich auf Tausende verkaufte Arbeitsstunden aus.
Und ein Mitarbeiter, dessen produktive Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden, verursacht jeden Monat Kosten, ohne dass entsprechende Erlöse entstehen.
Genau deshalb verbinde ich klassische Unternehmensberatung mit meiner langjährigen Erfahrung im Automotive Aftermarket.
Für Markt- und Fahrzeuganalysen nutze ich unter anderem Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes. Fahrzeugbestände, Antriebsarten und deren Entwicklung können wichtige Hinweise darauf geben, wie sich der zukünftige Werkstattmarkt verändert.
Auch die regionalen Branchenstrukturen berücksichtige ich. Für Bielefeld und Gütersloh ist die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Bielefeld-Gütersloh zuständig. Sie bietet ihren Mitgliedsbetrieben unter anderem Unterstützung bei branchenspezifischen Fragestellungen, Aus- und Weiterbildung sowie Informationen über aktuelle Entwicklungen im Kfz-Gewerbe.
Wo verdient Ihre Werkstatt heute noch kein Geld?
Diese Frage finde ich wesentlich interessanter als die pauschale Forderung nach mehr Umsatz.
Denn Wachstum muss nicht zwangsläufig bedeuten, mehr Fahrzeuge anzunehmen.
Vielleicht können vorhandene Arbeitsstunden besser genutzt werden.
Vielleicht gibt es unnötige Standzeiten.
Vielleicht werden festgestellte Zusatzarbeiten nicht konsequent kommuniziert.
Vielleicht passt der Stundenverrechnungssatz nicht mehr zur Kostenstruktur.
Oder bestimmte Kunden und Aufträge bringen zwar Umsatz, aber kaum Ertrag.
Genau solche Zusammenhänge möchte ich gemeinsam mit einem Werkstattinhaber erkennen.
Ich bin überzeugt davon, dass eine gute Kfz Unternehmensberatung in Bielefeld nicht daran gemessen werden sollte, wie viele Maßnahmen vorgeschlagen werden.
Entscheidend ist, welche Maßnahmen tatsächlich wirtschaftliche Wirkung entfalten.
Manchmal sind dafür grundlegende Veränderungen notwendig.
Sehr häufig sind es jedoch mehrere kleinere Stellschrauben, die zusammen einen erheblichen Unterschied machen.
Gute Werkstätten brauchen gute Unternehmer
Technische Kompetenz bleibt die Grundlage einer erfolgreichen freien Werkstatt.
Doch mit steigenden Personalkosten, anspruchsvollerer Fahrzeugtechnik, Fachkräftemangel und notwendigen Investitionen wird die unternehmerische Führung immer wichtiger.
Ich möchte Werkstattinhabern deshalb nicht erklären, wie sie Fahrzeuge reparieren sollen.
Ich unterstütze sie dabei, aus einer guten Werkstatt ein wirtschaftlich stärkeres Unternehmen zu machen.
Dabei kann es um Prozesse und Verkauf gehen. Ebenso können Strategie, Einkauf, Mitarbeiterentwicklung, Expansion, Unternehmensentwicklung oder eine bevorstehende Übernahme beziehungsweise ein späterer Verkauf der Werkstatt im Mittelpunkt stehen.
Welche Themen entscheidend sind, zeigt sich erst bei der Betrachtung des konkreten Unternehmens.
Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Bielefeld oder Ostwestfalen-Lippe führen und wissen möchten, wo wirtschaftliche Potenziale in Ihrem Betrieb liegen, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.



