Kfz Unternehmensberatung Düren – Zukunft entsteht nicht im Tagesgeschäft
Die Werkstatt ist voll. Die Mitarbeiter haben genug zu tun. Der Umsatz stimmt.
Das klingt nach einer komfortablen Situation.
Doch genau dann stelle ich gerne eine Frage: Wo soll dieses Unternehmen in fünf Jahren stehen?
Kfz Unternehmensberatung in Düren: Heute erfolgreich – aber auch morgen?
In meinen Gesprächen mit Werkstattinhabern stelle ich immer wieder fest, dass sehr viel Energie in das Tagesgeschäft fließt.
Das ist verständlich.
Morgens stehen die ersten Kunden am Service. Ein Mitarbeiter meldet sich krank. Ein Ersatzteil fehlt. Ein Fahrzeug muss unbedingt am Nachmittag fertig werden und zwischendurch wartet noch ein Angebot auf Freigabe.
Am Ende des Tages wurden zahlreiche Probleme gelöst.
Aber wie viel Zeit blieb für die Entwicklung des eigenen Unternehmens?
Genau hier beginnt für mich eine professionelle Kfz Unternehmensberatung in Düren.
Ich möchte nicht nur wissen, wie der Betrieb heute funktioniert.
Mich interessiert, wie er in einigen Jahren funktionieren soll.
Welche Kunden möchte die Werkstatt betreuen?
Welche Leistungen sollen ausgebaut werden?
Welche Investitionen werden notwendig?
Welche Mitarbeiter sollen mehr Verantwortung übernehmen?
Wie soll sich die Ertragskraft entwickeln?
Und welche Rolle möchte der Inhaber zukünftig selbst im Unternehmen spielen?
Strategie bedeutet auch, Dinge bewusst nicht zu tun
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch mit einem Werkstattinhaber, der zahlreiche Ideen für die weitere Entwicklung seines Unternehmens hatte.
Mehr Gewerbekunden.
Zusätzliche technische Leistungen.
Weitere Mitarbeiter.
Eine räumliche Erweiterung.
Und möglicherweise irgendwann ein zweiter Standort.
Jede einzelne Idee konnte sinnvoll sein.
Das Problem lag in der Summe.
Deshalb haben wir uns im Rahmen der Strategieentwicklung zunächst nicht mit einzelnen Maßnahmen beschäftigt.
Wir haben ein Ziel definiert.
Wie soll das Unternehmen in fünf Jahren aussehen?
Welche Umsatz- und Ertragsziele sind realistisch?
Welche Kundengruppen passen zum Betrieb?
Welche Leistungen besitzen langfristiges Potenzial?
Welche Investitionen unterstützen diese Entwicklung?
Und welche Ideen werden zunächst bewusst zurückgestellt?
Das halte ich für einen wichtigen Teil einer Strategie.
Ein Unternehmer muss nicht jede Möglichkeit nutzen. Er muss die richtigen Möglichkeiten auswählen.
Gerade bei mittelständischen Werkstätten sind Kapital, Personal und die Zeit des Inhabers begrenzt.
Diese Ressourcen sollten dort eingesetzt werden, wo sie den größten wirtschaftlichen Nutzen erzeugen.
Was passiert, wenn der Chef einen Tag nicht da ist?
Diese Frage führt direkt zu meinem zweiten Beratungsbeispiel: der Mitarbeiterentwicklung.
In einem Betrieb stellte ich fest, dass fast jede wichtige Entscheidung beim Inhaber landete.
Technische Rückfragen.
Kundenprobleme.
Preisentscheidungen.
Reklamationen.
Teilebestellungen.
Organisatorische Fragen.
Die Mitarbeiter waren keineswegs schlecht.
Im Gegenteil.
Sie waren fachlich erfahren und engagiert.
Aber über Jahre hatte sich eine Struktur entwickelt, in der der Chef für fast alles die letzte Entscheidung traf.
Deshalb haben wir analysiert, welche Mitarbeiter zukünftig zusätzliche Verantwortung übernehmen können.
Wer besitzt Führungsqualitäten?
Welche Entscheidungen können innerhalb klarer Grenzen selbstständig getroffen werden?
Wo fehlen kaufmännische Kenntnisse?
Welche technische Weiterbildung wird benötigt?
Und welche Aufgaben sollte der Inhaber bewusst abgeben?
Für mich bedeutet Mitarbeiterentwicklung deshalb wesentlich mehr als Schulungen.
Ich möchte nicht nur Wissen entwickeln. Ich möchte Verantwortung entwickeln.
Denn ein Unternehmen wird langfristig stärker, wenn nicht jede Entscheidung von einer einzigen Person abhängt.
Düren liegt in einem wirtschaftlich interessanten Umfeld
Düren liegt in Nordrhein-Westfalen zwischen Köln und Aachen und ist das wirtschaftliche Zentrum des gleichnamigen Kreises. Mehr als 90.000 Menschen leben in der rund 85 Quadratkilometer großen Stadt.
Die Lage ist für Unternehmen interessant. Aachen liegt etwa 35 Kilometer entfernt, Köln rund 45 Kilometer. Über die A4 und das regionale Straßennetz ist Düren gut an die umliegenden Wirtschaftsräume angebunden.
Gleichzeitig besitzt Düren eine lange industrielle Tradition. Papierindustrie, Metallverarbeitung, Maschinenbau, Chemie und Automobilindustrie gehören zu den wichtigen Branchen. Rund 2.500 Unternehmen haben ihren Sitz in der Stadt, etwa 11.000 Menschen arbeiten im produzierenden Gewerbe.
Für freie Werkstätten entsteht daraus ein vielfältiger Markt.
Privatkunden.
Pendler.
Handwerksunternehmen.
Dienstleister.
Industriebetriebe.
Firmenwagen und gewerblich genutzte Transporter.
Hinzu kommt ein erheblicher Fahrzeugbestand: Bereits Anfang 2020 waren in Düren mehr als 56.000 Kraftfahrzeuge registriert, darunter knapp 48.000 Pkw.
Der Strukturwandel verändert auch das wirtschaftliche Umfeld
Für eine Kfz Unternehmensberatung in Düren finde ich noch einen anderen Aspekt interessant.
Düren liegt mitten im Rheinischen Revier.
Der Ausstieg aus der Braunkohle führt dort zu einem erheblichen wirtschaftlichen Strukturwandel.
Bestehende industrielle Strukturen verändern sich, während gleichzeitig neue Bereiche aus Innovation, Forschung, nachhaltiger Industrie und Energie entwickelt werden.
Für eine freie Werkstatt bedeutet das nicht, dass sich ihr Geschäftsmodell morgen vollständig verändert.
Aber Werkstätten sind Teil der regionalen Wirtschaft.
Neue Unternehmen schaffen Arbeitsplätze.
Beschäftigte erzeugen Mobilität.
Handwerk und Dienstleistungen benötigen Fahrzeuge.
Und Veränderungen bei Unternehmen können auch gewerbliche Fahrzeugbestände beeinflussen.
Deshalb gehört für mich bei einer langfristigen Strategie immer auch der Blick über den eigenen Werkstatthof hinaus dazu.
Welche Fahrzeuge stehen 2030 auf den Hebebühnen?
Auch der Fahrzeugbestand selbst verändert sich.
Elektrofahrzeuge.
Hybridantriebe.
Fahrerassistenzsysteme.
Komplexere Diagnose.
Softwarebasierte Fahrzeugfunktionen.
Für Werkstattinhaber entstehen daraus Investitionsentscheidungen.
Welche technische Ausstattung wird benötigt?
Welche Qualifikationen brauchen die Mitarbeiter?
Wann lohnt sich eine Investition?
Und welche Technologien sind für den eigenen Kundenbestand tatsächlich relevant?
Bei solchen Analysen nutze ich unter anderem die Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes. Fahrzeugbestände, Neuzulassungen und Antriebsarten helfen mir dabei, langfristige Veränderungen des deutschen Fahrzeugmarktes sachlich einzuordnen.
Ich halte allerdings wenig davon, jeder Entwicklung sofort mit einer Investition zu folgen.
Eine Investition muss technisch notwendig und wirtschaftlich sinnvoll sein.
Der entscheidende Maßstab ist deshalb nicht nur der bundesweite Trend.
Entscheidend ist, welche Fahrzeuge tatsächlich in der eigenen Werkstatt stehen.
Mitarbeiterentwicklung wird zur Zukunftsfrage
Mit zunehmender technischer Komplexität wird auch die Qualifikation der Mitarbeiter wichtiger.
Ein Diagnosegerät lässt sich bestellen.
Erfahrung und Kompetenz müssen entwickelt werden.
Deshalb sollte ein Werkstattinhaber heute bereits wissen, welche Fähigkeiten seine Mannschaft in einigen Jahren benötigt.
Dabei geht es nicht ausschließlich um Hochvolt-Qualifikation oder Diagnosetechnik.
Auch Kommunikation, Arbeitsorganisation, Führung und kaufmännisches Verständnis werden wichtiger.
Informationen über Branchenentwicklungen, Aus- und Weiterbildung sowie die Interessen des nordrhein-westfälischen Kraftfahrzeuggewerbes bietet unter anderem das Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen.
Solche externen Informationen liefern für mich den Rahmen.
Die konkrete Personalstrategie muss jedoch immer zur einzelnen Werkstatt passen.
Muss eine erfolgreiche Werkstatt überhaupt wachsen?
Diese Frage stelle ich bewusst.
Denn Wachstum wird häufig automatisch mit Erfolg gleichgesetzt.
Mehr Umsatz.
Mehr Mitarbeiter.
Mehr Hebebühnen.
Vielleicht irgendwann ein zweiter Standort.
Das kann richtig sein.
Es muss aber nicht richtig sein.
Vielleicht besitzt die bestehende Werkstatt noch erhebliche Reserven.
Kann die Produktivität verbessert werden?
Stimmt der Teileertrag?
Sind die Stundenverrechnungssätze richtig kalkuliert?
Gibt es Potenziale im Einkauf?
Können Mitarbeiter zusätzliche Verantwortung übernehmen?
Und wie profitabel sind die vorhandenen Kundengruppen?
Wenn diese Potenziale noch nicht ausgeschöpft sind, kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, zunächst den bestehenden Betrieb zu optimieren.
Mehr Ertrag aus vorhandenen Strukturen kann attraktiver sein als zusätzlicher Umsatz mit zusätzlichen Kosten.
Düren bietet Chancen – die Werkstatt braucht ihre eigene Strategie
Die Lage zwischen Köln und Aachen, die industrielle Struktur und der Wandel des Rheinischen Reviers schaffen ein interessantes wirtschaftliches Umfeld.
Aber daraus ergibt sich noch keine fertige Strategie für eine einzelne Werkstatt.
Eine Werkstatt in Düren-Nord kann andere Voraussetzungen besitzen als ein Betrieb in Niederau, Birkesdorf oder einem Gewerbegebiet.
Ein Unternehmen arbeitet vielleicht überwiegend mit Privatkunden.
Ein anderes betreut zahlreiche Handwerker und Gewerbekunden.
Ein dritter Betrieb besitzt eine technische Spezialisierung und zieht Kunden aus einem wesentlich größeren Einzugsgebiet an.
Deshalb möchte ich bei einer Kfz Unternehmensberatung für Düren zunächst verstehen, wie das Unternehmen heute positioniert ist.
Erst dann lässt sich entscheiden, wohin es sich entwickeln sollte.
Die wichtigste Ressource einer Werkstatt ist nicht die Hebebühne
Es sind die Menschen, die dort arbeiten.
Das wird meiner Ansicht nach in den kommenden Jahren noch wichtiger.
Technische Ausstattung kann von Wettbewerbern ebenfalls gekauft werden.
Gute Mitarbeiter, eingespielte Prozesse, Verantwortung und eine funktionierende Unternehmenskultur entstehen dagegen über Jahre.
Deshalb gehören Strategie und Mitarbeiterentwicklung für mich eng zusammen.
Wenn ein Betrieb wachsen soll, benötigt er Menschen, die Verantwortung übernehmen können.
Wenn der Inhaber seine operative Belastung reduzieren möchte, benötigt er ebenfalls Menschen, denen er Verantwortung übertragen kann.
Und wenn irgendwann eine Nachfolge oder ein Verkauf ansteht, wird ein Unternehmen besonders interessant, wenn es nicht vollständig vom heutigen Inhaber abhängig ist.
Gute Unternehmensberatung soll Orientierung schaffen
Genau darin sehe ich meine Aufgabe.
Ich möchte einem Werkstattinhaber nicht erklären, wie er sein Unternehmen zu führen hat.
Er kennt seinen Betrieb, seine Mitarbeiter und seine Kunden wesentlich länger als ich.
Ich bringe einen anderen Blickwinkel ein.
Ich analysiere Zahlen.
Ich hinterfrage Abläufe.
Ich betrachte Markt und Wettbewerb.
Und ich stelle manchmal Fragen, für die im normalen Werkstattalltag schlicht die Zeit fehlt.
Am Ende sollen daraus klare Prioritäten entstehen.
Was muss jetzt passieren?
Was kann warten?
Und was sollten wir bewusst nicht tun?
Mein Ziel bei einer Kfz Unternehmensberatung in Düren ist deshalb nicht ein möglichst umfangreiches Beratungskonzept.
Mein Ziel ist ein wirtschaftlich starkes Unternehmen mit einer klaren Richtung für die kommenden Jahre.
Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Düren oder im Kreis Düren führen und Ihren Betrieb strategisch weiterentwickeln möchten, freue ich mich auf den Austausch mit Ihnen.

