Kfz Unternehmensberatung Emden – Produktivität beginnt nicht am Werkzeugwagen

Eine Werkstatt kann den ganzen Tag unter Hochdruck arbeiten.

Trotzdem können jeden Tag produktive Stunden verloren gehen.

Nicht weil die Mitarbeiter zu langsam sind – sondern weil die Organisation sie ausbremst.

Kfz Unternehmensberatung in Emden: Beschäftigung ist nicht gleich Produktivität

In meinen Gesprächen mit Werkstattinhabern höre ich häufig:

„Unsere Leute haben wirklich genug zu tun.“

Das glaube ich meistens sofort.

Die entscheidende Frage lautet für mich jedoch:

Wie viel dieser Arbeitszeit kann tatsächlich verkauft werden?

Ein Kfz-Mechatroniker kann acht Stunden beschäftigt sein und trotzdem deutlich weniger produktive Arbeitszeit erwirtschaften.

Vielleicht fehlt morgens ein Ersatzteil.

Ein Arbeitsauftrag ist nicht vollständig vorbereitet.

Während der Reparatur wird eine zusätzliche Arbeit festgestellt, aber der Kunde ist nicht erreichbar.

Das nächste Fahrzeug steht noch nicht bereit.

Oder der Mechaniker muss mehrfach seine Arbeit unterbrechen, um Informationen einzuholen.

Keine dieser Situationen wirkt für sich genommen dramatisch.

In der Summe können daraus jedoch erhebliche wirtschaftliche Verluste entstehen.

Genau deshalb gehört die Analyse solcher Abläufe für mich zu einer professionellen Kfz Unternehmensberatung in Emden.

Ich möchte nicht, dass Mechaniker schneller arbeiten

Das ist mir bei der Prozessoptimierung besonders wichtig.

Vor einiger Zeit habe ich in einem Beratungsprojekt die Abläufe einer freien Werkstatt analysiert.

Der Betrieb war gut ausgelastet.

Trotzdem hatten wir den Eindruck, dass die vorhandenen Kapazitäten eigentlich mehr leisten könnten.

Also haben wir nicht die Mechaniker bewertet.

Wir haben ihre Arbeitsbedingungen betrachtet.

Wie werden Termine geplant?

Wann werden Ersatzteile bestellt?

Sind Arbeitsaufträge vollständig?

Wer entscheidet bei Zusatzarbeiten?

Wie schnell erfolgt die Kundenfreigabe?

Wer steuert die nächsten Aufträge?

Und wann wird ein fertiggestelltes Fahrzeug vom Arbeitsplatz entfernt?

Dabei wurden viele kleine Zeitverluste sichtbar.

Nehmen wir beispielsweise nur 20 Minuten vermeidbare Unterbrechung pro produktivem Mitarbeiter und Arbeitstag.

Bei fünf Mitarbeitern entstehen täglich 100 Minuten.

Bei 220 Arbeitstagen sprechen wir bereits von mehr als 360 Stunden pro Jahr.

Natürlich kann keine Werkstatt jede Minute vollständig fakturieren.

Die Größenordnung zeigt aber, warum ich Prozesse so wichtig finde.

Mein Ziel ist nicht, Menschen schneller arbeiten zu lassen. Mein Ziel ist, Hindernisse aus ihrer Arbeit zu entfernen.

Gute Prozesse beginnen lange vor der Reparatur

Deshalb beginnt Prozessoptimierung für mich nicht erst an der Hebebühne.

Sie beginnt bei der Terminvereinbarung.

Welche Arbeiten sind geplant?

Welche Informationen liegen zum Fahrzeug vor?

Welche Teile werden voraussichtlich benötigt?

Wie viel Arbeitszeit muss eingeplant werden?

Anschließend folgen Fahrzeugannahme, Arbeitsvorbereitung, Teilelogistik, Werkstattsteuerung, Kundenkommunikation, Qualitätskontrolle und Fahrzeugübergabe.

Diese einzelnen Bereiche müssen ineinandergreifen.

Wenn das funktioniert, entsteht Ruhe im Betrieb.

Und Ruhe bedeutet in diesem Zusammenhang nicht weniger Arbeit.

Sie bedeutet weniger unnötige Unterbrechungen.

Was soll aus einer guten Werkstatt in fünf Jahren werden?

Mein zweites Beratungsbeispiel betrifft die Unternehmensentwicklung.

Der betreffende Betrieb funktionierte grundsätzlich gut.

Es gab keinen akuten Sanierungsbedarf.

Genau deshalb war der Zeitpunkt richtig, über die Zukunft nachzudenken.

Gemeinsam mit dem Inhaber habe ich betrachtet, wie sein Unternehmen in einigen Jahren aussehen sollte.

Soll die Werkstatt wachsen?

Welche Kundengruppen sollen zukünftig eine größere Rolle spielen?

Welche Leistungen sind besonders profitabel?

Welche technischen Investitionen werden notwendig?

Welche Mitarbeiter können zusätzliche Verantwortung übernehmen?

Und welche Rolle möchte der Unternehmer zukünftig selbst im Betrieb spielen?

Diese letzte Frage wird aus meiner Sicht häufig unterschätzt.

Ein Unternehmen kann wachsen und gleichzeitig dazu führen, dass sein Inhaber immer stärker im Tagesgeschäft gebunden wird.

Das ist nicht automatisch eine positive Unternehmensentwicklung.

Für mich ist ein Unternehmen dann besser geworden, wenn es wirtschaftlich stärker ist und gleichzeitig besser zu den Zielen seines Inhabers passt.

Emden ist ein außergewöhnlicher Automobilstandort

Emden liegt im Nordwesten Niedersachsens an der Emsmündung und ist das wirtschaftliche Zentrum einer größeren ostfriesischen Region. Die Wirtschaftsstruktur wird insbesondere durch Automobilbau, Hafenwirtschaft, Logistik, Tourismus und regenerative Energien geprägt.

Besonders eng ist die Verbindung zur Automobilbranche.

Das Volkswagen-Werk prägt den Wirtschaftsstandort seit 1964 und hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich rund um Emden ein Automotive- und Logistikcluster entwickelt hat. Der Emder Hafen gehört außerdem zu den bedeutenden europäischen Fahrzeugumschlaghäfen.

Gleichzeitig gewinnt die Energiewirtschaft an Bedeutung. Onshore- und Offshore-Windenergie sowie Wasserstoffprojekte erweitern die wirtschaftliche Struktur.

Insgesamt gibt es in Emden mehr als 3.000 Unternehmen und rund 34.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Einpendlerquote von mehr als 60 Prozent zeigt, welche Bedeutung die Stadt als Arbeitsplatzstandort für ganz Ostfriesland besitzt.

Für eine Kfz Unternehmensberatung in Emden ist dieses Umfeld ausgesprochen interessant.

Ein Automobilstandort verändert auch den Blick auf die Werkstatt

Emden besitzt eine Besonderheit, die nur wenige deutsche Städte bieten.

Das Automobil ist hier nicht nur Verkehrsmittel.

Es ist ein wichtiger Teil der regionalen Wirtschaft.

Volkswagen, Zulieferer, Fahrzeuglogistik, Hafenwirtschaft und zahlreiche Dienstleister schaffen ein Umfeld, in dem Automotive-Kompetenz seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle spielt.

Für freie Werkstätten bedeutet das jedoch nicht automatisch einen einfachen Markt.

Im Gegenteil.

Kunden kennen die Automobilbranche.

Der Wettbewerb ist vorhanden.

Und die technische Entwicklung verändert die Anforderungen.

Gerade deshalb sollte eine freie Werkstatt wissen, wofür sie steht.

Welche Kunden möchte sie betreuen?

Welche technischen Kompetenzen besitzt sie?

Welche Leistungen sind besonders profitabel?

Und wodurch unterscheidet sie sich von anderen Betrieben?

Gewerbliche Mobilität kann ein interessanter Markt sein

Aufgrund der Wirtschaftsstruktur würde ich bei einer Marktanalyse in Emden auch gewerbliche Kunden betrachten.

Handwerksunternehmen.

Dienstleister.

Hafennahe Betriebe.

Logistikunternehmen.

Serviceunternehmen.

Kleinere Fahrzeugflotten.

Gerade bei gewerblichen Fahrzeugen spielt Verfügbarkeit eine große Rolle.

Wenn ein Handwerker morgens seinen Transporter nicht einsetzen kann, steht möglicherweise nicht nur ein Fahrzeug.

Es steht ein Mitarbeiter.

Deshalb können freie Werkstätten bei Gewerbekunden mit verbindlichen Terminen, kurzen Durchlaufzeiten und vorausschauender Wartung punkten.

Das passt unmittelbar zur Prozessoptimierung.

Denn ich kann einem Gewerbekunden keine kurzen Standzeiten versprechen, wenn meine eigenen Abläufe unzuverlässig sind.

Ein guter Prozess ist deshalb nicht nur ein internes Thema. Er kann zu einem Wettbewerbsvorteil werden.

Der Wandel zur Elektromobilität findet in Emden direkt vor der Haustür statt

Die Veränderung des Fahrzeugmarktes ist in Emden besonders greifbar.

Elektromobilität, Fahrerassistenzsysteme, Digitalisierung und softwarebasierte Fahrzeugfunktionen verändern die Automobilbranche und damit langfristig auch den freien Werkstattmarkt.

Für strategische Analysen nutze ich deshalb unter anderem die Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes. Fahrzeugbestände, Neuzulassungen und Antriebsarten helfen mir dabei, Entwicklungen nicht nur nach ihrer medialen Aufmerksamkeit, sondern anhand tatsächlicher Marktdaten zu beurteilen.

Für eine Werkstatt folgt daraus jedoch nicht, dass jede neue Technologie sofort eine Investition erfordert.

Mich interessieren konkrete Fragen:

Welche Fahrzeuge betreut der Betrieb heute?

Wie verändert sich dieser Kundenbestand?

Welche Qualifikationen besitzen die Mitarbeiter?

Welche Technik wird tatsächlich benötigt?

Und wann amortisiert sich eine Investition?

Eine technisch interessante Investition ist noch lange keine gute unternehmerische Investition.

Qualifikation wird wichtiger

Mit der zunehmenden technischen Komplexität steigt auch die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung.

Gerade freie Werkstätten müssen entscheiden, welche Kompetenzen sie selbst aufbauen und welche Leistungen sie möglicherweise über Kooperationen abdecken möchten.

Das regionale Kraftfahrzeughandwerk ist dabei über die Innungsorganisation in Ostfriesland vertreten. Informationen zu Ausbildung, Weiterbildung und den regionalen Handwerksstrukturen bietet die Handwerkskammer für Ostfriesland.

Solche externen Informationen sind für mich eine wichtige Ergänzung.

Die eigentliche Strategie muss jedoch aus dem einzelnen Unternehmen heraus entwickelt werden.

Mehr Umsatz ist nicht automatisch Unternehmensentwicklung

Das ist ein Punkt, auf den ich großen Wert lege.

Wenn eine Werkstatt heute 1 Million Euro Umsatz erzielt und im nächsten Jahr 1,1 Millionen Euro, ist sie größer geworden.

Aber ist sie auch besser geworden?

Das kann ich erst beurteilen, wenn ich weitere Zahlen kenne.

Wie hat sich der Ertrag entwickelt?

Wie viele zusätzliche Mitarbeiter wurden benötigt?

Sind die Personalkosten gestiegen?

Welche Investitionen waren notwendig?

Wie hat sich die Produktivität verändert?

Und arbeitet der Inhaber heute mehr oder weniger als vorher?

Erst dann lässt sich Wachstum bewerten.

Deshalb bedeutet Unternehmensentwicklung für mich nicht automatisch Umsatzwachstum.

Manchmal ist es wirtschaftlich wesentlich sinnvoller, mit den vorhandenen Kapazitäten profitabler zu werden.

Eine produktive Werkstatt braucht keine Hektik

Diese Erfahrung mache ich immer wieder.

Sehr hektische Betriebe sind nicht automatisch besonders produktiv.

Häufig ist sogar das Gegenteil der Fall.

Wenn Mitarbeiter ständig unterbrochen werden, Aufträge ungeplant eingeschoben werden und Informationen fehlen, entsteht viel Aktivität.

Aber Aktivität ist keine Produktivität.

Eine gut organisierte Werkstatt kann dagegen ausgesprochen ruhig wirken und trotzdem eine hohe Leistung erzielen.

Die Mitarbeiter wissen, was sie zu tun haben.

Teile stehen bereit.

Entscheidungswege sind klar.

Zusatzarbeiten werden schnell freigegeben.

Und der nächste Auftrag ist vorbereitet.

Genau solche Strukturen möchte ich schaffen.

Was soll Ihre Werkstatt 2030 besser können?

Nicht unbedingt größer.

Besser.

Vielleicht möchten Sie mit derselben Mannschaft mehr produktive Stunden verkaufen.

Vielleicht soll der Ertrag steigen.

Möglicherweise möchten Sie zusätzliche Gewerbekunden gewinnen.

Vielleicht sollen Mitarbeiter mehr Verantwortung übernehmen.

Oder Sie möchten das Unternehmen bereits so strukturieren, dass es irgendwann unabhängig von Ihrer täglichen Anwesenheit funktioniert.

All diese Ziele können Teil einer Kfz Unternehmensberatung für Emden sein.

Ich beginne deshalb nicht mit einer Standardlösung.

Ich beginne mit Fragen.

Wo steht das Unternehmen?

Wo verliert es heute Ertrag?

Welche Möglichkeiten bietet der Markt?

Und wo möchte der Unternehmer hin?

Erst danach entstehen konkrete Maßnahmen.

Denn mein Ziel ist nicht, möglichst viel in einer Werkstatt zu verändern.

Mein Ziel ist, genau die Dinge zu verändern, die das Unternehmen wirtschaftlich stärker und langfristig zukunftsfähiger machen.

Wenn Sie eine freie Kfz-Werkstatt, ein Autohaus oder ein anderes Unternehmen der Automobilbranche in Emden oder Ostfriesland führen und Ihren Betrieb wirtschaftlich und organisatorisch weiterentwickeln möchten, freue ich mich auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.